Nassfutter für sensible Hunde richtig auswählen
Sensible Hunde können sehr unterschiedlich auf Futter und einzelne Bestandteile einer Rezeptur reagieren. Deshalb gibt es nicht das eine Nassfutter, das pauschal für jeden empfindlichen Hund geeignet ist. Bei der Auswahl sollte die vollständige Zusammensetzung betrachtet und mit den bisherigen Erfahrungen des Hundes abgeglichen werden.
Je nach Produkt unterscheiden sich Nassfutter-Rezepturen unter anderem bei den verwendeten tierischen Proteinquellen, weiteren Zutaten, der Zusammensetzung und den angebotenen Dosengrößen. Ein gezielter Vergleich kann deshalb sinnvoller sein als die Auswahl allein nach Begriffen wie „sensibel“ oder „sensitiv“.
Tierische Proteinquellen bewusst vergleichen
Je nach Rezeptur können beispielsweise Huhn, Pute, Rind, Lamm, Ente, Pferd, Wild oder andere tierische Proteinquellen enthalten sein. Wenn ein Hund einzelne Zutaten bereits gut vertragen hat oder bestimmte Bestandteile bewusst vermieden werden sollen, lohnt sich ein genauer Blick auf die vollständige Deklaration.
Wichtig ist dabei: Der Name einer Fleischsorte auf der Vorderseite sagt nicht immer automatisch aus, dass ausschließlich diese eine tierische Proteinquelle enthalten ist. Deshalb sollte bei sensiblen Hunden die gesamte Zutatenliste berücksichtigt werden.
Sensibel, sensitiv und getreidefrei sind nicht dasselbe
Die Begriffe „sensibel“, „sensitiv“ und „getreidefrei“ werden bei Hundefutter häufig nebeneinander verwendet, beschreiben aber nicht automatisch dasselbe. Getreidefreies Nassfutter wird ohne Getreide formuliert. Eine als sensibel oder sensitiv bezeichnete Rezeptur kann nach anderen Kriterien zusammengestellt sein.
Auch ein getreidefreies Futter ist nicht automatisch für jeden empfindlichen Hund geeignet. Umgekehrt muss ein passendes Nassfutter für einen sensiblen Hund nicht allein über den Verzicht auf Getreide definiert werden. Entscheidend bleibt die konkrete Zusammensetzung.
Bisherige Fütterung in die Auswahl einbeziehen
Wer ein neues Nassfutter auswählen möchte, sollte nach Möglichkeit berücksichtigen, welche Futtermittel und Zutaten der Hund bisher erhalten hat. Frühere Erfahrungen können dabei helfen, verschiedene Rezepturen gezielter einzuordnen.
Bei wiederkehrenden oder ausgeprägten Beschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Eine Futterauswahl ersetzt keine medizinische Diagnose.
Orientierung statt pauschaler Futterversprechen
Bei Lamers Futtermittelhandlung beschäftigen wir uns seit 1990 mit Tierernährung und der praktischen Auswahl unterschiedlicher Fütterungsmöglichkeiten. Unser Ziel ist nicht, ein einzelnes Nassfutter pauschal als Lösung für jeden sensiblen Hund darzustellen.
Wir möchten Unterschiede zwischen Rezepturen verständlich machen und Hundehaltern helfen, die Auswahl anhand der tatsächlichen Zusammensetzung sinnvoll einzugrenzen.