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Landseer-Welpe neben einem Napf mit Fleischsack-Trockenfutter für alle Lebensphasen.
Ist spezielles Welpenfutter wirklich notwendig?

Ein Welpe zieht ein – und mit ihm kommen viele Fragen: Welches Futter ist das richtige? Wie oft muss der kleine Hund gefüttert werden? Und braucht er unbedingt ein Produkt, auf dem ausdrücklich „Welpenfutter“ steht?

Dass ein Welpe während des Wachstums besondere Bedürfnisse hat, steht außer Frage. Trotzdem muss geeignetes Futter nicht zwangsläufig ausschließlich als Welpenfutter bezeichnet sein. Entscheidend ist vielmehr, ob die gesamte Rezeptur für Wachstum beziehungsweise für alle Lebensphasen konzipiert wurde.

Die kurze Antwort: Ein Welpe benötigt eine auf Wachstum und Entwicklung abgestimmte Ernährung. Das kann ein klassisches Welpenfutter sein – oder ein geeignetes Alleinfuttermittel, das ausdrücklich für Hunde aller Lebensphasen vorgesehen ist.

Was braucht ein Welpe während des Wachstums?

In den ersten Lebensmonaten leistet der Körper eines Welpen Erstaunliches. Knochen, Muskeln, Organe und Immunsystem entwickeln sich, während der kleine Hund täglich seine Umwelt entdeckt und dabei meistens kaum stillsteht.

Für diese Entwicklung benötigt er eine Ernährung, die mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllt:

  • ausreichend Energie für Wachstum und Bewegung
  • hochwertige und gut verwertbare Proteine
  • eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen
  • ein ausgewogenes Verhältnis wichtiger Mineralstoffe
  • eine gut verträgliche und vollständig zusammengesetzte Rezeptur

Welpen sind dabei keine kleinen erwachsenen Hunde. Ihr Nährstoff- und Energiebedarf unterscheidet sich deutlich. Deshalb sollte nicht einfach irgendein Adult-Futter gefüttert werden, nur weil die Zutatenliste auf den ersten Blick hochwertig aussieht.

Muss auf dem Futter unbedingt „Welpenfutter“ stehen?

Nein. Die Bezeichnung auf der Vorderseite ist nicht allein entscheidend.

Ein klassisches Welpenfutter ist speziell für die Wachstumsphase entwickelt. Daneben gibt es jedoch Alleinfuttermittel, die für Hunde aller Lebensphasen konzipiert wurden. Solche Rezepturen können ebenfalls für Welpen geeignet sein und später weitergefüttert werden.

Worauf es wirklich ankommt:

Nicht der große Schriftzug „Welpe“ entscheidet über die Eignung, sondern die vollständige Zusammensetzung und die Angabe des Herstellers, für welche Lebensphasen das Alleinfuttermittel vorgesehen ist.

Ein gewöhnliches Adult-Futter, das ausschließlich für ausgewachsene Hunde entwickelt wurde, ist deshalb nicht automatisch für Welpen geeignet. Ein Futter für alle Lebensphasen verfolgt dagegen ein anderes Konzept: Es soll bei richtig angepasster Futtermenge sowohl während des Wachstums als auch später verwendet werden können.

Warum kann ein Futter für alle Lebensphasen sinnvoll sein?

Hat ein Welpe ein Futter gefunden, das er gerne frisst und gut verträgt, besteht häufig der Wunsch, möglichst lange bei dieser Rezeptur zu bleiben. Ein Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen kann genau das ermöglichen.

Wird der Welpe langsam erwachsen, muss nicht automatisch ein anderes Futter eingeführt werden. Stattdessen wird die Tagesration an Gewicht, Entwicklung und Aktivität angepasst.

Das kann mehrere Vorteile bieten:

  • Die vertraute Rezeptur kann über die Wachstumsphase hinaus gefüttert werden.
  • Eine Umstellung allein wegen des Erwachsenwerdens kann entfallen.
  • Die Verdauung muss sich nicht unnötig auf ein neues Futter einstellen.
  • In einem Mehrhundehaushalt kann die Fütterung übersichtlicher werden.
  • Die Ernährung lässt sich über die Futtermenge individuell anpassen.

Weitere Informationen zu diesem Ernährungskonzept finden Sie in unserem Ratgeber „Braucht ein Hund für jede Lebensphase ein anderes Futter?“.

Mehr Futter bedeutet nicht automatisch besseres Wachstum

Viele Welpen haben scheinbar ständig Hunger. Der bittende Blick am Napf kann schnell den Eindruck erwecken, die vorgesehene Portion sei viel zu klein. Doch gerade während des Wachstums sollte die Futtermenge nicht allein nach dem Appetit des Welpen bestimmt werden.

Eine übermäßig hohe Energiezufuhr kann dazu führen, dass ein Welpe schneller wächst als für seine körperliche Entwicklung günstig ist. Das betrifft besonders große und schwere Hunderassen.

Bei Welpen gilt: Nicht möglichst schnelles, sondern gleichmäßiges und kontrolliertes Wachstum ist das Ziel. Die Futtermenge sollte regelmäßig überprüft und an die tatsächliche Entwicklung angepasst werden.

Die Wachstumskurve, das aktuelle Gewicht und die erwartete Größe des ausgewachsenen Hundes helfen bei der Einschätzung. Die Fütterungsempfehlung des Herstellers bietet dabei eine Orientierung, ersetzt aber nicht die Beobachtung des eigenen Hundes.

Protein im Welpenfutter: wichtig für die Entwicklung

Proteine liefern Aminosäuren, die der Körper unter anderem für Muskeln, Gewebe, Enzyme und zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt. Während des Wachstums spielt eine ausreichende Versorgung mit gut verwertbarem Protein daher eine wichtige Rolle.

Trotzdem sollte ein Futter nicht allein anhand der Rohproteinzahl ausgewählt werden. Entscheidend sind auch die Herkunft und Verwertbarkeit der Proteine sowie das Zusammenspiel mit Energie, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen.

Nicht eine einzelne Prozentzahl macht ein gutes Welpenfutter – sondern eine sinnvoll zusammengestellte Gesamtrezeptur.

Mineralstoffe: Viel hilft nicht immer viel

Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor sind für die Entwicklung des Skeletts wichtig. Gerade deshalb sollten Ergänzungen nicht ohne konkreten Grund zusätzlich zu einem vollständigen Alleinfuttermittel gegeben werden.

Wird ein bedarfsgerecht zusammengesetztes Alleinfutter gefüttert, sind die erforderlichen Mineralstoffe bereits in der Rezeptur berücksichtigt. Zusätzliche Mineralstoffpräparate können das vorgesehene Verhältnis verändern.

Besonders bei Welpen großer Rassen sollte die Versorgung sorgfältig beurteilt werden. Bei Unsicherheit ist eine individuelle Futterberatung sinnvoller als eine Ergänzung nach Gefühl.

Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?

Ein Welpe kann seine tägliche Futtermenge anfangs noch nicht so gut in einer oder zwei großen Mahlzeiten aufnehmen. Deshalb wird die Tagesration üblicherweise auf mehrere kleinere Portionen verteilt.

Lebensabschnitt Mögliche Aufteilung
Junger Welpe mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag
Älterer Junghund schrittweise weniger Mahlzeiten
Ausgewachsener Hund meist auf zwei Mahlzeiten verteilt

Der genaue Zeitpunkt für die Umstellung hängt vom einzelnen Hund ab. Wichtig ist, dass nicht zusätzlich zu jeder Mahlzeit die volle Tagesmenge gefüttert wird. Die errechnete Tagesration wird auf die Mahlzeiten verteilt.

Lamers Fleischsack als Futter für die Wachstumsphase

Unser Lamers Fleischsack ist als Alleinfuttermittel für Hunde aller Lebensphasen konzipiert. Die drei Rezepturen können daher grundsätzlich bereits während des Wachstums und anschließend im Erwachsenenalter gefüttert werden.

Alle Fleischsack-Sorten sind getreidefrei und enthalten 80 % tierische Zutaten. Mindestens 50 % der Zutaten werden frisch zubereitet. Mit 38 % Rohprotein bieten die Rezepturen eine fleisch- beziehungsweise fischbetonte Ernährung in Form eines unkompliziert zu portionierenden Trockenfutters.

Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Kombinationen:

  • Huhn, Truthahn, Weißfisch und Lachs
  • Ente, Schwein, Truthahn und Rind
  • Lachs, Hering, Schellfisch und Forelle

Wird eine Sorte gerne gefressen und gut vertragen, muss nach Abschluss des Wachstums nicht allein aufgrund des Alters auf eine andere Rezeptur gewechselt werden. Stattdessen kann die tägliche Menge an den nun ausgewachsenen Hund angepasst werden.

Vom kleinen Entdecker bis zum erwachsenen Hund

Lamers Fleischsack ist als Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen konzipiert – mit 80 % tierischen Zutaten und mindestens 50 % frisch zubereiteten Zutaten.

Fleischsack-Rezepturen entdecken

Woran erkennen Sie, ob der Welpe sein Futter verträgt?

Kein Futter passt allein aufgrund seiner Beschreibung automatisch zu jedem Welpen. Entscheidend ist, wie der einzelne Hund damit zurechtkommt.

Achten Sie unter anderem auf:

  • eine gleichmäßige Gewichtsentwicklung
  • eine altersgerechte Körperform
  • gut geformten Kot
  • gesunde Haut und ein gepflegtes Fell
  • altersgerechte Energie und Lebensfreude
  • gute Akzeptanz des Futters

Vorübergehend weicher Kot kann nach dem Einzug oder einer Futterumstellung auch durch Aufregung entstehen. Halten Beschwerden an oder zeigt der Welpe weitere Symptome, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Futterwechsel beim Welpen langsam durchführen

Viele Welpen erhalten beim Züchter oder im Tierheim zunächst ihr gewohntes Futter mit. Selbst wenn später ein anderes Produkt gefüttert werden soll, ist ein sofortiger Wechsel am ersten Tag häufig keine gute Idee.

Der Umzug in ein neues Zuhause ist bereits aufregend genug. Neue Menschen, Gerüche, Geräusche und Tagesabläufe können die Verdauung beeinflussen. Deshalb sollte die Umstellung in der Regel schrittweise erfolgen.

  1. Zunächst nur eine kleine Menge des neuen Futters untermischen.
  2. Den Anteil über mehrere Tage langsam erhöhen.
  3. Kot, Appetit und Wohlbefinden beobachten.
  4. Bei deutlichen Problemen die Umstellung nicht erzwingen.

Wie schnell die Umstellung erfolgen kann, hängt von der bisherigen Ernährung und der Empfindlichkeit des Welpen ab.

Unser Fazit

Ein Welpe braucht eine bedarfsgerechte Ernährung für Wachstum und Entwicklung – aber nicht zwingend ein Futter, das ausschließlich als Welpenfutter bezeichnet wird.

Ein geeignetes Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen kann bereits im Welpenalter gefüttert und später beibehalten werden. Damit kann eine unnötige Umstellung beim Übergang ins Erwachsenenalter entfallen.

Wichtig bleiben die passende Tagesmenge, eine kontrollierte Entwicklung und die regelmäßige Beobachtung des Hundes. Gerade bei sehr großen Rassen, gesundheitlichen Besonderheiten oder Unsicherheiten sollte die Fütterung individuell überprüft werden.

Sie suchen das passende Futter für Ihren Welpen?

Wir beraten Sie gerne persönlich und berücksichtigen dabei Rasse, erwartetes Endgewicht, bisherige Fütterung, Aktivität und individuelle Verträglichkeit.

Häufige Fragen zum Welpenfutter

Braucht jeder Welpe spezielles Welpenfutter?

Ein Welpe braucht ein für das Wachstum geeignetes Futter. Das kann ein klassisches Welpenfutter oder ein entsprechend konzipiertes Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen sein.

Kann ein Welpe gewöhnliches Adult-Futter bekommen?

Ein ausschließlich für ausgewachsene Hunde entwickeltes Adult-Futter ist nicht automatisch für Welpen geeignet. Der Hersteller sollte das Produkt ausdrücklich für Wachstum, Welpen oder alle Lebensphasen ausweisen.

Wie lange muss ein Hund Welpenfutter bekommen?

Das hängt unter anderem von Rasse, Größe und Entwicklung ab. Kleine Hunde sind früher ausgewachsen als große Hunderassen. Bei einem Futter für alle Lebensphasen muss die Rezeptur nach Abschluss des Wachstums nicht zwangsläufig gewechselt werden.

Wie oft sollte ein Welpe am Tag gefüttert werden?

Junge Welpen erhalten ihre Tagesration üblicherweise auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt. Mit zunehmendem Alter kann die Anzahl der Mahlzeiten schrittweise reduziert werden.

Darf ich Mineralstoffe zum Welpenfutter geben?

Bei einem vollständig zusammengesetzten Alleinfuttermittel sollten zusätzliche Mineralstoffpräparate nicht ohne fachliche Empfehlung gegeben werden. Sie können das vorgesehene Nährstoffverhältnis verändern.

Ist Lamers Fleischsack für Welpen geeignet?

Ja. Alle drei Fleischsack-Rezepturen sind als Alleinfuttermittel für Hunde aller Lebensphasen konzipiert. Die Tagesmenge sollte an Alter, aktuelles Gewicht, erwartete Größe und Entwicklung des Welpen angepasst werden.

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