Tierfutter-Lexikon – Begriffe zu Hunde- und Katzenernährung verständlich erklärt
Was bedeuten Rohprotein, Monoprotein, Präbiotika, Hydrolysat oder analytische Bestandteile? Auf Futtermittelverpackungen stehen viele Fachbegriffe, die ohne Erklärung schwer einzuordnen sind. Das Lamers Tierfutter-Lexikon erklärt wichtige Begriffe aus der Hunde- und Katzenernährung verständlich, sachlich und praxisnah.
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Ausschlussdiät · Futterallergie · Getreidefrei · Hydrolysat · Hypoallergen · Monoprotein · Präbiotika · Probiotika · Rohasche · Rohprotein
Tierfutter-Begriffe von A bis Z
A
Adultfutter
Adultfutter ist für ausgewachsene Tiere vorgesehen. Die passende Zusammensetzung richtet sich unter anderem nach Tierart, Größe, Aktivität, Körperzustand und besonderen Bedürfnissen.
Akzeptanz
Akzeptanz beschreibt, ob ein Tier ein Futter gern und zuverlässig frisst. Eine hohe Akzeptanz ist wichtig, sagt allein jedoch nichts über Nährstoffversorgung, Qualität oder individuelle Verträglichkeit aus.
Alleinfuttermittel
Ein Alleinfuttermittel ist so zusammengesetzt, dass es ein gesundes Tier bei bestimmungsgemäßer Fütterung grundsätzlich mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Zusätzliche Futtermittel sind normalerweise nicht erforderlich. Leckerlis und Ergänzungen sollten bei der täglichen Futtermenge berücksichtigt werden.
Allergie
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf einen eigentlich harmlosen Stoff. Bei einer Futtermittelallergie sind meist Proteine beziehungsweise Eiweißbestandteile beteiligt. Eine sichere Einordnung gelingt in der Regel nicht allein anhand der Symptome.
Aminosäuren
Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Sie werden unter anderem für Muskeln, Organe, Enzyme, Hormone, Haut, Fell und zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt. Einige Aminosäuren sind essenziell und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden.
Analytische Bestandteile
Unter den analytischen Bestandteilen werden unter anderem Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche angegeben. Diese Werte beschreiben bestimmte Nährstoffgruppen, sagen allein aber noch nicht, wie hochwertig oder gut verträglich ein Futter ist.
Antioxidantien
Antioxidantien helfen dabei, Zellen vor oxidativen Einflüssen durch freie Radikale zu schützen. Zu den natürlichen antioxidativ wirkenden Stoffen gehören beispielsweise Vitamin E, Vitamin C, Betacarotin und Selen.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure ist die chemische Bezeichnung für Vitamin C. Sie ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt und wirkt antioxidativ. Hunde können Vitamin C normalerweise selbst bilden; in besonderen Situationen kann der Bedarf dennoch verändert sein.
Aufgeschlossenes Getreide
Beim Aufschließen werden stärkehaltige Zutaten durch Wärme, Feuchtigkeit oder Druck so verändert, dass die Stärke leichter verdaut werden kann. Der Begriff sagt allein nichts über die Gesamtqualität eines Futters aus.
Ausschlussdiät
Eine Ausschlussdiät wird eingesetzt, um mögliche Auslöser einer Futtermittelreaktion systematisch einzugrenzen. Dafür erhält das Tier über einen festgelegten Zeitraum ausschließlich eine sorgfältig ausgewählte Protein- und gegebenenfalls Kohlenhydratquelle. Eine konsequente Durchführung und tierärztliche Begleitung sind besonders bei stärkeren Beschwerden sinnvoll.
B
B-Vitamine
Zur Gruppe der B-Vitamine gehören unter anderem Vitamin B1, B2, B6, B12, Niacin, Pantothensäure, Folsäure und Biotin. Sie übernehmen zahlreiche Aufgaben im Energie-, Nerven- und Eiweißstoffwechsel.
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind überwiegend unverdauliche oder schwer verdauliche Bestandteile pflanzlicher Herkunft. Sie können die Darmtätigkeit, die Kotbeschaffenheit und bestimmte Darmbakterien beeinflussen. Entscheidend sind Art und Menge der eingesetzten Fasern.
BARF
BARF bezeichnet eine Fütterungsform mit rohen tierischen Komponenten und ergänzenden pflanzlichen sowie mineralischen Bestandteilen. Damit die Ration bedarfsdeckend ist, müssen Nährstoffversorgung, Hygiene und Zusammensetzung sorgfältig geplant werden.
Bedarfsdeckend
Bedarfsdeckend bedeutet, dass eine Ration alle notwendigen Nährstoffe in geeigneter Menge und in einem passenden Verhältnis liefert. Eine abwechslungsreiche oder natürlich wirkende Fütterung ist nicht automatisch bedarfsdeckend.
Betacarotin
Betacarotin gehört zu den Carotinoiden und ist eine Vorstufe von Vitamin A. Es wirkt antioxidativ und spielt unter anderem für Haut, Sehfunktion und verschiedene Wachstumsprozesse eine Rolle.
Bierhefe
Bierhefe enthält unter anderem B-Vitamine, Aminosäuren und Zellwandbestandteile. Sie wird in Futtermitteln und Ergänzungen häufig zur Unterstützung von Haut, Fell oder Verdauung eingesetzt. Die individuelle Verträglichkeit und die Gesamtversorgung bleiben entscheidend.
Biotin
Biotin wird auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt. Es ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt und trägt unter anderem zur Erhaltung normaler Haut und eines gesunden Fells bei.
C
Calcium
Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff für Knochen und Zähne. Es ist außerdem an Muskelarbeit, Nervenleitung und Blutgerinnung beteiligt.
Calcium-Phosphor-Verhältnis
Calcium und Phosphor sollten in einem bedarfsgerechten Verhältnis zueinander stehen. Besonders bei Welpen und Junghunden ist eine ausgewogene Versorgung wichtig, weil sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung problematisch sein können.
Chicorée
Chicorée und Chicoréewurzel werden im Tierfutter häufig als Quelle löslicher Ballaststoffe wie Inulin eingesetzt. Diese können als Nahrung für bestimmte Darmbakterien dienen.
Chlorid
Chlorid ist ein Elektrolyt und Bestandteil der Magensäure. Gemeinsam mit Natrium und Kalium trägt es zum Flüssigkeitshaushalt sowie zur Funktion von Nerven und Muskeln bei.
Chondroitin
Chondroitin ist ein natürlicher Bestandteil des Knorpelgewebes. Es wird häufig gemeinsam mit Glucosamin in Ergänzungsfuttermitteln für Gelenke eingesetzt. Solche Zusätze ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
D
Darmflora
Darmflora ist die gebräuchliche Bezeichnung für die Gemeinschaft der Mikroorganismen im Darm. Heute wird häufig der Begriff Darmmikrobiom verwendet. Ernährung, Stress, Medikamente, Erkrankungen und Umweltfaktoren können seine Zusammensetzung beeinflussen.
Darmmikrobiom
Das Darmmikrobiom umfasst Bakterien und andere Mikroorganismen sowie deren genetische Informationen im Verdauungstrakt. Es steht unter anderem mit Verdauung, Darmschleimhaut und Immunsystem in Wechselwirkung.
Deklaration
Die Deklaration zeigt, welche Zutaten und Nährstoffangaben ein Futtermittel enthält. Eine klare und nachvollziehbare Zutatenliste erleichtert die Beurteilung, besonders bei sensiblen Tieren oder einer Ausschlussdiät.
DHA
DHA steht für Docosahexaensäure und gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie ist besonders für Gehirn, Nervensystem und Sehfunktion von Bedeutung.
Digestibilität
Digestibilität bedeutet Verdaulichkeit. Sie beschreibt, welcher Anteil eines Nährstoffs aus dem Futter aufgenommen werden kann. Ein hoher analytischer Wert ist nur dann hilfreich, wenn die enthaltenen Nährstoffe auch ausreichend verfügbar sind.
Diät-Alleinfuttermittel
Ein Diät-Alleinfuttermittel ist für einen besonderen Ernährungszweck konzipiert, zum Beispiel zur Unterstützung bei bestimmten Erkrankungen. Es ist nicht mit einem kalorienreduzierten Futter gleichzusetzen und sollte je nach Einsatzgebiet nach tierärztlicher Empfehlung gefüttert werden.
Diätfuttermittel
Diätfuttermittel sind für besondere Ernährungszwecke bestimmt und unterliegen speziellen gesetzlichen Anforderungen. Sie können die tierärztliche Behandlung bestimmter Erkrankungen ernährungsphysiologisch begleiten, ersetzen aber keine Diagnose.
E
Einzelfuttermittel
Einzelfuttermittel sind einzelne pflanzliche, tierische oder mineralische Futtermittelbestandteile, die allein oder als Bestandteil einer Mischung verwendet werden können.
Eisen
Eisen ist ein Spurenelement und wichtig für den Sauerstofftransport im Blut sowie für verschiedene Enzyme.
Eiweiß
Eiweiß ist ein anderer Begriff für Protein. Proteine liefern Aminosäuren und sind unter anderem für Muskeln, Organe, Haut, Fell, Enzyme und das Immunsystem wichtig.
Eliminationsdiät
Eliminationsdiät ist ein weiterer Begriff für Ausschlussdiät. Dabei werden mögliche Futterauslöser durch eine streng begrenzte Zutatenwahl und spätere kontrollierte Provokation eingegrenzt.
Energiegehalt
Der Energiegehalt gibt an, wie viel verwertbare Energie ein Futter liefert. Für die tägliche Menge sind nicht nur Grammangaben, sondern auch Aktivität, Alter, Größe, Körperzustand und Gesundheitslage wichtig.
Enzyme
Enzyme sind biologische Katalysatoren. Sie ermöglichen und beschleunigen zahlreiche Reaktionen im Körper, etwa bei Verdauung und Stoffwechsel.
EPA
EPA steht für Eicosapentaensäure und gehört zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie ist an der normalen Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt.
Ergänzungsfuttermittel
Ein Ergänzungsfuttermittel deckt den gesamten Nährstoffbedarf eines Tieres nicht allein. Es wird ergänzend zu einer ausgewogenen Grundration eingesetzt, zum Beispiel als Mineralmischung, Öl oder Gelenkzusatz.
Essenzielle Nährstoffe
Essenzielle Nährstoffe kann der Körper nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst bilden. Sie müssen deshalb bedarfsgerecht über die Nahrung zugeführt werden.
Extrusion
Bei der Extrusion wird eine Futtermischung unter Druck, Wärme und Feuchtigkeit geformt. Dieses Verfahren wird häufig zur Herstellung von Trockenfutter verwendet.
F
Fette
Fette liefern konzentrierte Energie und ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Außerdem liefern sie essenzielle Fettsäuren, die unter anderem für Haut, Fell und Zellfunktionen benötigt werden.
Fettsäuren
Fettsäuren sind Bestandteile von Fetten. Man unterscheidet gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Einige Fettsäuren sind essenziell und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
Fleischanteil
Der Fleischanteil beschreibt den angegebenen Anteil bestimmter tierischer Bestandteile. Prozentangaben sind nur sinnvoll zu beurteilen, wenn klar ist, welche Zutaten, Verarbeitungszustände und Bezugsgrößen gemeint sind.
Fleischmehl
Fleischmehl ist ein getrockneter, konzentrierter Rohstoff tierischer Herkunft. Seine ernährungsphysiologische Qualität hängt von Ausgangsmaterial, Verarbeitung und Verdaulichkeit ab; die Bezeichnung allein erlaubt kein pauschales Urteil.
Flohsamenschalen
Flohsamenschalen sind stark quellfähige Ballaststoffe. Sie können Wasser binden und die Kotbeschaffenheit beeinflussen. Sie sollten mit ausreichend Flüssigkeit und in einer zum Tier passenden Menge eingesetzt werden.
Folsäure
Folsäure gehört zum Vitamin-B-Komplex und ist besonders für Zellteilung und Blutbildung bedeutsam.
FOS
FOS steht für Fructo-Oligosaccharide. Sie gehören zu den präbiotischen Ballaststoffen und können bestimmten erwünschten Darmbakterien als Nahrung dienen.
Freie Radikale
Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Moleküle. Sie entstehen natürlicherweise im Stoffwechsel, können bei einem Übermaß jedoch Zellbestandteile schädigen. Antioxidantien helfen dem Körper, solche Prozesse abzufangen.
Futterallergie
Futterallergie ist eine immunologisch vermittelte Reaktion auf Bestandteile des Futters, meist auf Proteine. Haut- und Verdauungsbeschwerden können Hinweise sein, sind jedoch nicht beweisend.
Futtermenge
Die passende Futtermenge hängt vom Energiegehalt des Futters und vom individuellen Bedarf ab. Herstellerangaben sind Ausgangswerte, die anhand von Gewichtsentwicklung und Körperzustand angepasst werden sollten.
Futtermittelunverträglichkeit
Futtermittelunverträglichkeit ist ein Oberbegriff für unerwünschte Reaktionen auf Futter. Anders als bei einer Allergie muss das Immunsystem nicht beteiligt sein.
G
Gastrointestinal
Gastrointestinal bedeutet den Magen-Darm-Trakt betreffend. Gastrointestinale Beschwerden sind beispielsweise Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Bauchgeräusche oder veränderte Kotbeschaffenheit.
Geflügel
Geflügel kann eine gut verwertbare tierische Proteinquelle sein. Der Begriff allein sagt jedoch nicht, welche Geflügelart oder welche Bestandteile eingesetzt wurden. Bei Allergien ist eine möglichst genaue Deklaration wichtig.
Geflügelfett
Geflügelfett ist ein energiereiches tierisches Fett. Es liefert Fettsäuren, enthält aber nur sehr geringe Proteinmengen. Bei hochsensiblen Tieren sollte dennoch die individuelle Verträglichkeit berücksichtigt werden.
Gefriergetrocknet
Bei der Gefriertrocknung wird einem zuvor gefrorenen Produkt unter Vakuum Wasser entzogen. Das Verfahren ermöglicht eine lange Haltbarkeit bei geringem Wassergehalt.
Gesamtprotein
Gesamtprotein wird häufig im Zusammenhang mit analytischem Rohprotein verwendet. Für die Bewertung sind zusätzlich Proteinquellen, Aminosäuremuster und Verdaulichkeit wichtig.
Getreidefrei
Getreidefreies Futter enthält keine Getreidearten wie Weizen, Mais, Reis, Gerste oder Hafer. Getreidefrei bedeutet nicht automatisch kohlenhydratfrei, hochwertiger oder besser verträglich. Entscheidend ist immer die gesamte Rezeptur.
Glucosamin
Glucosamin ist ein körpereigener Aminozucker und Bestandteil von Knorpel und Gelenkflüssigkeit. Es wird häufig in Ergänzungsfuttermitteln für Gelenke verwendet.
Gluten
Gluten ist ein Sammelbegriff für bestimmte Speicherproteine verschiedener Getreidearten. Nicht jedes Getreide enthält die gleichen Glutenbestandteile. Eine Glutenunverträglichkeit ist bei Hunden deutlich seltener als häufig angenommen.
H
Hautbarriere
Die Hautbarriere schützt den Körper vor Wasserverlust und äußeren Einflüssen. Proteine, essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente tragen zu ihrer normalen Funktion bei.
Hefe
Hefe liefert unter anderem B-Vitamine, Aminosäuren und weitere Nährstoffe. Je nach Verarbeitung und Einsatzmenge kann sie als Nährstoffquelle, Geschmacksgeber oder funktioneller Bestandteil dienen.
Hochverdaulich
Hochverdaulich bedeutet, dass ein großer Anteil der enthaltenen Nährstoffe aufgenommen werden kann. Der Begriff sollte möglichst im Zusammenhang mit konkreter Rezeptur, Tierart und Verwendungszweck betrachtet werden.
Hydrolysat
Bei einem Hydrolysat wurden Proteine enzymatisch in kleinere Bestandteile zerlegt. Stark hydrolysierte Proteine werden häufig in speziellen Diätfuttermitteln eingesetzt, weil das Immunsystem sie unter Umständen weniger leicht erkennt.
Hypoallergen
Hypoallergen bedeutet sinngemäß allergenarm. Der Begriff garantiert nicht, dass ein Futter bei jedem Tier verträglich ist. Entscheidend sind die verwendeten Proteinquellen, die Verarbeitung und die individuelle Reaktion des Tieres.
I
Inulin
Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der beispielsweise aus Chicoréewurzeln gewonnen wird. Es zählt zu den Präbiotika und kann bestimmten Darmbakterien als Nahrungsquelle dienen.
J
Jod
Jod ist ein Spurenelement und wird für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt. Sowohl Unter- als auch Überversorgung können problematisch sein.
K
Kalium
Kalium ist ein wichtiger Elektrolyt. Es ist unter anderem an Muskelfunktion, Nervenleitung und Flüssigkeitshaushalt beteiligt.
Kaltgepresstes Trockenfutter
Bei kaltgepresstem Trockenfutter werden die Zutaten unter geringerem Druck und meist niedrigeren Temperaturen als bei der Extrusion zu Pellets gepresst. Die Bezeichnung allein erlaubt keine Aussage über Verträglichkeit oder Qualität.
Kartoffeln
Kartoffeln werden im Tierfutter häufig als glutenfreie Kohlenhydratquelle eingesetzt. Sie müssen ausreichend erhitzt beziehungsweise aufgeschlossen sein, damit Stärke gut verdaulich ist.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate liefern Energie. Zu ihnen gehören Zucker, Stärke und Ballaststoffe. Hunde können aufgeschlossene Stärke grundsätzlich gut verwerten; wie viel sinnvoll ist, hängt von Rezeptur, Bedarf und Verträglichkeit ab.
Kollagen
Kollagen ist ein Strukturprotein und wichtiger Bestandteil von Haut, Sehnen, Bändern, Knorpel und Knochen.
Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit, indem sie den Verderb durch Mikroorganismen oder Oxidation hemmen. Ob und welche Stoffe eingesetzt werden, ist der Kennzeichnung zu entnehmen.
Kotkonsistenz
Die Kotkonsistenz liefert Hinweise auf Verdauung und Fütterung, ist aber kein alleiniger Gesundheitsmaßstab. Anhaltende Veränderungen, Blut, schwarzer Kot oder deutliche Begleitsymptome sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Kroketten
Kroketten sind geformte Stücke von Trockenfutter. Größe, Form und Härte beeinflussen Aufnahme und Kauverhalten, erlauben aber keine zuverlässige Aussage zur Zahnpflege oder Futterqualität.
Kupfer
Kupfer ist ein Spurenelement und unter anderem an Blutbildung, Pigmentierung, Bindegewebe und verschiedenen Enzymfunktionen beteiligt.
L
L-Carnitin
L-Carnitin ist am Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien beteiligt, wo sie zur Energiegewinnung genutzt werden. Es wird häufig in Futtermitteln für Gewichtsmanagement oder Herzunterstützung eingesetzt.
Lebensphase
Welpen, ausgewachsene Tiere, Senioren sowie tragende oder säugende Tiere haben unterschiedliche Nährstoff- und Energiebedürfnisse. Ein Futter sollte zur jeweiligen Lebensphase passen.
Leinsamen
Leinsamen liefern Ballaststoffe, Schleimstoffe und Alpha-Linolensäure. Je nach Verarbeitung können sie die Verdauung und die Versorgung mit pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren ergänzen.
M
Magnesium
Magnesium ist ein Mineralstoff und wichtig für Muskeln, Nerven, Knochen und zahlreiche Enzymreaktionen.
Mangan
Mangan ist ein Spurenelement und an Enzymfunktionen sowie am Aufbau von Knochen, Knorpel und Bindegewebe beteiligt.
Mikrobiom
Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen und ihrer Erbinformationen in einem bestimmten Lebensraum, beispielsweise im Darm oder auf der Haut.
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind anorganische Nährstoffe. Dazu gehören Mengenelemente wie Calcium, Phosphor und Magnesium sowie Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Jod und Zink.
Mineralstoffmischung
Eine Mineralstoffmischung ergänzt Rationen mit Mineralstoffen, Spurenelementen und gegebenenfalls Vitaminen. Besonders bei selbst zusammengestellten Rationen sollte sie passend berechnet werden.
Monoprotein
Monoprotein bedeutet, dass ein Futter nur eine tierische Proteinquelle enthalten soll. Der Begriff ist besonders bei sensiblen Tieren interessant, ersetzt aber nicht die sorgfältige Prüfung der gesamten Zutatenliste.
MOS
MOS steht für Mannan-Oligosaccharide. Diese funktionellen Kohlenhydrate stammen häufig aus Hefezellwänden und werden in Futtermitteln zur Unterstützung des Darmmilieus eingesetzt.
N
Nassfutter
Nassfutter enthält einen hohen Wasseranteil und wird meist in Dosen, Schalen oder Beuteln angeboten. Es kann als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel deklariert sein.
Natrium
Natrium ist ein Elektrolyt und wichtig für Flüssigkeitshaushalt, Nervenleitung und Muskelfunktion.
Nebenerzeugnisse
Nebenerzeugnisse sind Rohstoffe, die zusätzlich zum Hauptprodukt eines Herstellungsprozesses entstehen. Tierische Nebenerzeugnisse können ernährungsphysiologisch wertvolle Bestandteile wie Innereien umfassen. Eine möglichst genaue Deklaration verbessert die Beurteilbarkeit.
Niacin
Niacin gehört zum Vitamin-B-Komplex und ist an zahlreichen Reaktionen des Energie-, Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsels beteiligt.
Novel Protein
Novel Protein bedeutet neuartige beziehungsweise für das einzelne Tier bisher möglichst unbekannte Proteinquelle. Solche Proteinquellen können im Rahmen einer Ausschlussdiät sinnvoll sein; entscheidend ist die individuelle Fütterungsvorgeschichte.
Nährstoffe
Zu den Nährstoffen gehören Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Sie liefern Energie, Baustoffe oder unterstützen lebenswichtige Körperfunktionen.
O
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Zu ihnen gehören ALA, EPA und DHA. EPA und DHA aus marinen Quellen können unter anderem Haut, Fell und normale Entzündungsregulation unterstützen.
Omega-6-Fettsäuren
Omega-6-Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren und wichtig für Hautbarriere, Fell, Wachstum und verschiedene Stoffwechselprozesse. Entscheidend ist eine bedarfsgerechte Versorgung im Verhältnis zu anderen Fettsäuren.
Organfleisch
Organfleisch beziehungsweise Innereien liefert je nach Organ hochwertige Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Wegen der hohen Nährstoffdichte sollte die Menge zur gesamten Ration passen.
Öle
Öle liefern Energie und Fettsäuren. Je nach Ausgangsstoff unterscheiden sie sich deutlich in ihrem Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
P
Pantothensäure
Pantothensäure ist Vitamin B5. Sie ist Bestandteil von Coenzym A und damit an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Peptide
Peptide bestehen aus kurzen Ketten von Aminosäuren. Sie entstehen unter anderem bei der Verdauung oder Hydrolyse von Proteinen und können je nach Größe unterschiedliche Funktionen und Verfügbarkeiten haben.
Phosphor
Phosphor ist ein Mineralstoff und Bestandteil von Knochen, Zähnen, Zellmembranen und Energiestoffwechsel. Die Versorgung sollte zum Bedarf und zur Calciumzufuhr passen.
Postbiotika
Postbiotika sind nicht lebende Mikroorganismen oder deren Bestandteile und Stoffwechselprodukte, die einen funktionellen Nutzen haben können. Sie sind häufig lagerstabiler als lebende probiotische Kulturen.
Probiotika
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen positiven Einfluss auf das Darmmilieu haben können. Wirkung und Stabilität hängen vom verwendeten Stamm und Produkt ab.
Proteine
Proteine sind Eiweiße und bestehen aus Aminosäuren. Nicht nur die Menge, sondern auch Aminosäuremuster, Verdaulichkeit und Herkunft beeinflussen ihren Ernährungswert.
Proteinquelle
Die Proteinquelle bezeichnet die Herkunft des Eiweißes, etwa Huhn, Rind, Fisch, Ei oder pflanzliche Rohstoffe. Bei Allergien und Ausschlussdiäten ist eine klare Deklaration besonders wichtig.
Provokationstest
Beim Provokationstest wird nach erfolgreicher Ausschlussdiät eine zuvor verdächtige Zutat kontrolliert wieder gefüttert. Treten die Beschwerden erneut auf, stützt dies den Verdacht auf einen Zusammenhang. Die Durchführung sollte fachlich begleitet werden.
Präbiotika
Präbiotika sind unverdauliche Futterbestandteile, die bestimmten Darmbakterien als Nahrung dienen können. Typische Beispiele sind Inulin, FOS und teilweise MOS.
R
Ration
Ration bezeichnet die gesamte Futtermenge und alle Bestandteile, die ein Tier innerhalb eines festgelegten Zeitraums erhält. Dazu zählen auch Snacks, Kauartikel und Ergänzungen.
Reinfleischdose
Eine Reinfleischdose enthält überwiegend oder ausschließlich tierische Bestandteile und ist häufig ein Ergänzungsfuttermittel. Sie ist nicht automatisch als alleinige Dauernahrung geeignet und muss gegebenenfalls ergänzt werden.
Rohasche
Rohasche bezeichnet den Anteil an anorganischen Bestandteilen, der nach vollständiger Verbrennung einer Futterprobe zurückbleibt. Dazu gehören Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein höherer Wert ist nicht automatisch ein Qualitätsmangel.
Rohfaser
Rohfaser ist ein analytischer Sammelwert für bestimmte schwer verdauliche pflanzliche Bestandteile. Er bildet jedoch nicht sämtliche Ballaststoffe vollständig ab.
Rohfett
Rohfett bezeichnet den im Labor ermittelten Gesamtanteil fettlöslicher Bestandteile. Der Wert gibt keine direkte Auskunft über die Qualität oder das Fettsäuremuster.
Rohprotein
Rohprotein ist ein analytisch berechneter Wert für stickstoffhaltige Verbindungen im Futter. Er sagt allein weder aus, wie hochwertig noch wie gut verdaulich die enthaltenen Proteine sind.
Rübenfasern
Rübenfasern beziehungsweise getrocknete Zuckerrübenschnitzel liefern lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Sie können die Kotbeschaffenheit und Darmtätigkeit unterstützen.
S
Schonkost
Schonkost ist eine leicht verdauliche, vorübergehend eingesetzte Fütterung bei Magen-Darm-Beschwerden. Sie muss zur Ursache und zum Zustand des Tieres passen und ist nicht automatisch für eine langfristige Versorgung geeignet.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind vielfältige natürliche Verbindungen aus Pflanzen. Ihre Wirkung hängt von Stoff, Menge, Verarbeitung und Tierart ab.
Selen
Selen ist ein essenzielles Spurenelement und Bestandteil antioxidativ wirkender Enzyme. Der Bedarf ist gering; eine Überversorgung sollte vermieden werden.
Seniorfutter
Seniorfutter ist auf ältere Tiere ausgerichtet. Der tatsächliche Bedarf hängt stärker vom individuellen Gesundheits- und Körperzustand als von einer festen Altersgrenze ab.
Single Protein
Single Protein wird häufig gleichbedeutend mit Monoprotein verwendet. Gemeint ist normalerweise eine einzige tierische Proteinquelle. Die genaue Zutatenliste sollte trotzdem geprüft werden.
Spurenelemente
Spurenelemente sind Mineralstoffe, die der Körper nur in sehr kleinen Mengen benötigt. Dazu gehören unter anderem Eisen, Kupfer, Zink, Jod, Mangan und Selen.
Stärke
Stärke ist ein komplexes Kohlenhydrat und wichtiger Energieträger. Durch ausreichende Verarbeitung kann sie von Hunden gut verdaut werden.
Synbiotika
Synbiotika kombinieren Probiotika und Präbiotika. Ziel ist, lebende Mikroorganismen zusammen mit einem passenden Nährsubstrat bereitzustellen.
Süßkartoffel
Süßkartoffeln liefern Stärke, Ballaststoffe und Mikronährstoffe. Sie werden häufig als glutenfreie Kohlenhydratquelle eingesetzt.
T
Taurin
Taurin ist eine schwefelhaltige Verbindung mit wichtigen Funktionen unter anderem für Herz, Augen und Nervensystem. Katzen können Taurin nicht in ausreichender Menge selbst bilden und sind deshalb auf eine bedarfsgerechte Zufuhr angewiesen.
Tierische Nebenerzeugnisse
Tierische Nebenerzeugnisse können unterschiedliche Bestandteile wie Innereien umfassen. Sie sind nicht grundsätzlich minderwertig. Für sensible Tiere und Ausschlussdiäten ist eine konkrete Benennung der Tierart und Bestandteile besonders hilfreich.
Trockenfutter
Trockenfutter besitzt einen niedrigen Wassergehalt und ist dadurch gut lagerfähig. Es kann extrudiert, gebacken oder kaltgepresst hergestellt werden. Die Herstellungsart allein entscheidet nicht über Qualität oder Verträglichkeit.
Trockensubstanz
Trockensubstanz ist der Anteil eines Futters nach Abzug des Wassers. Der Vergleich auf Trockensubstanzbasis hilft, Nährstoffwerte von Nass- und Trockenfutter sinnvoller gegenüberzustellen.
U
Unverträglichkeit
Eine Futtermittelunverträglichkeit ist eine unerwünschte Reaktion auf Futter, an der nicht zwingend das Immunsystem beteiligt ist. Symptome können ähnlich wie bei einer Allergie sein. Die Abklärung sollte systematisch erfolgen.
V
Verdaulichkeit
Verdaulichkeit beschreibt, welcher Anteil eines aufgenommenen Nährstoffs vom Körper verwertet werden kann. Sie hängt von Rohstoffen, Verarbeitung, Rezeptur und dem einzelnen Tier ab.
Vitamin A
Vitamin A ist wichtig für Sehfunktion, Haut, Schleimhäute, Wachstum und Immunfunktion. Eine Überversorgung kann ebenso problematisch sein wie ein Mangel.
Vitamin B1
Vitamin B1, auch Thiamin, spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel und Nervensystem.
Vitamin B12
Vitamin B12 ist an Blutbildung, Zellteilung und Nervensystem beteiligt.
Vitamin B2
Vitamin B2, auch Riboflavin, ist an Energiegewinnung und zahlreichen Stoffwechselreaktionen beteiligt.
Vitamin B6
Vitamin B6 ist unter anderem für Aminosäurestoffwechsel, Blutbildung und Nervensystem wichtig.
Vitamin C
Vitamin C wirkt antioxidativ und ist an der Bildung von Bindegewebe beteiligt. Hunde und Katzen können es normalerweise selbst bilden.
Vitamin D
Vitamin D reguliert unter anderem den Calcium- und Phosphorstoffwechsel. Tiere sind auf eine bedarfsgerechte Zufuhr angewiesen; eine Überversorgung kann schädlich sein.
Vitamin E
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin mit antioxidativer Funktion. Es schützt Zellmembranen vor oxidativen Schäden.
Vitamine
Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper für zahlreiche Funktionen benötigt. Man unterscheidet fettlösliche Vitamine A, D, E und K sowie wasserlösliche B-Vitamine und Vitamin C.
W
Wasser
Wasser ist ein lebensnotwendiger Nährstoff. Der Bedarf hängt unter anderem von Körpergröße, Aktivität, Umgebungstemperatur, Gesundheitszustand und Futterart ab. Frisches Trinkwasser sollte jederzeit verfügbar sein.
Weizen
Weizen ist ein Getreide und liefert vor allem Stärke sowie Protein. Er ist für viele Hunde grundsätzlich verdaulich, kann aber wie andere Zutaten individuell unverträglich sein.
Welpenfutter
Welpenfutter ist auf Wachstum und Entwicklung abgestimmt. Energie, Calcium, Phosphor, Proteine und weitere Nährstoffe müssen besonders sorgfältig zum Alter und zur erwarteten Körpergröße passen.
Z
Zink
Zink ist ein Spurenelement und an zahlreichen Enzymen, dem Immunsystem sowie Haut- und Fellstoffwechsel beteiligt. Bedarf und Verfügbarkeit hängen auch von der gesamten Rationszusammensetzung ab.
Zucker
Zucker bezeichnet verschiedene leicht verfügbare Kohlenhydrate. Natürlich vorkommende Zucker und zugesetzte Zucker sollten unterschieden werden. Ein Zusatz ist für die Bedarfsdeckung von Hunden und Katzen in der Regel nicht erforderlich.
Zusatzstoffe
Zusatzstoffe werden einem Futtermittel zu einem bestimmten technologischen, sensorischen, ernährungsphysiologischen oder zootechnischen Zweck zugesetzt. Sie müssen nach den geltenden Vorschriften zugelassen und entsprechend gekennzeichnet werden.
Zutatenliste
Die Zutatenliste führt die verwendeten Rohstoffe in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils zum Zeitpunkt der Verarbeitung auf. Gruppenbezeichnungen können weniger transparent sein als konkret benannte Zutaten.
Häufige Fragen zur Tierernährung
Kann man die Qualität eines Futters an einem einzelnen Wert erkennen?
Nein. Rohprotein, Rohfett, Rohfaser oder Rohasche müssen immer zusammen mit Zutaten, Verdaulichkeit, Energiegehalt, Verwendungszweck und den Bedürfnissen des einzelnen Tieres betrachtet werden.
Ist getreidefreies Futter automatisch besser?
Nein. Getreidefreies Futter kann bei einer individuell passenden Futterauswahl sinnvoll sein. Entscheidend sind jedoch die gesamte Rezeptur, eine bedarfsgerechte Versorgung und die Verträglichkeit des einzelnen Tieres.
Was ist der Unterschied zwischen Futtermittelallergie und Futtermittelunverträglichkeit?
Bei einer Allergie ist das Immunsystem beteiligt. Eine Unverträglichkeit kann andere Ursachen haben. Da die Beschwerden ähnlich aussehen können, lässt sich der Unterschied anhand von Juckreiz, Durchfall oder Ohrenproblemen allein nicht sicher bestimmen.
Ist Monoprotein automatisch hypoallergen?
Nein. Monoprotein macht die Fütterung übersichtlicher, weil nur eine tierische Proteinquelle eingesetzt wird. Reagiert das Tier aber gerade auf diese Proteinquelle, ist das Futter nicht geeignet.
Wie lässt sich eine Futterallergie zuverlässig eingrenzen?
Als praktisch wichtigster Weg gilt eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät mit anschließender kontrollierter Provokation. Blut-, Speichel- oder Haaranalysen können eine sauber durchgeführte Ausschlussdiät nicht gleichwertig ersetzen.
Was ist bei einem sensiblen Hund besonders wichtig?
Hilfreich sind eine nachvollziehbare Deklaration, eine übersichtliche Rezeptur, möglichst wenige ungeplante Futterwechsel und die Berücksichtigung sämtlicher Snacks, Kauartikel und Ergänzungen. Beschwerden sollten nicht allein durch häufiges Ausprobieren verschiedener Futtersorten behandelt werden.
Muss ein hoher Rohaschewert schlecht sein?
Nein. Rohasche beschreibt die nach einer Laborverbrennung verbleibenden anorganischen Bestandteile. Der Wert allein sagt weder, aus welchen Mineralstoffen sie bestehen, noch ob ein Futter hochwertig oder bedarfsgerecht ist.
Sind tierische Nebenerzeugnisse minderwertig?
Nicht grundsätzlich. Dazu können nährstoffreiche Organe und andere geeignete tierische Bestandteile gehören. Für die Beurteilung und besonders bei sensiblen Tieren ist eine möglichst konkrete Deklaration hilfreich.
Orientierung aus Erfahrung
Lamers Futtermittelhandlung beschäftigt sich seit 1990 mit Tierfutter und den unterschiedlichen Bedürfnissen von Hunden und Katzen. Dieses Lexikon soll Ihnen helfen, Deklarationen besser zu verstehen, Werbeaussagen einzuordnen und Futterentscheidungen nachvollziehbar zu treffen.