Schleim im Hundekot, Hilfe
Schleim im Hundekot: Ursachen erkennen und richtig handeln

Schleim im Hundekot sieht zunächst beunruhigend aus. Manchmal liegt nur eine vorübergehende Reizung des Darms vor – etwa nach Stress, einem ungewohnten Leckerli oder einer Futterumstellung. Tritt der Schleim jedoch wiederholt auf, kommt Durchfall hinzu oder zeigt der Hund weitere Beschwerden, sollte die Ursache genauer untersucht werden.

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Schleim ist zunächst kein eigenständiges Krankheitsbild. Die Darmschleimhaut bildet ihn, um die Darmwand zu schützen und den Kottransport zu erleichtern. Normalerweise ist davon kaum etwas zu sehen. Wird deutlich mehr Schleim produziert, kann dies darauf hinweisen, dass insbesondere der Dickdarm gereizt ist.

Farbe, Menge und Konsistenz können Hinweise liefern, erlauben aber keine sichere Diagnose. Entscheidend ist das Gesamtbild: Wie häufig tritt der Schleim auf? Ist der Kot zusätzlich weich oder wässrig? Muss der Hund häufig kleine Mengen absetzen? Presst er, wirkt er krank oder ist Blut sichtbar?

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In diesem Ratgeber erfahren Sie:

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  • warum im Hundekot überhaupt Schleim entstehen kann,
  • wann einmaliger Schleim zunächst beobachtet werden kann,
  • welche Ursachen hinter wiederkehrendem Schleim stecken können,
  • wie Farbe und Begleiterscheinungen sinnvoll eingeordnet werden,
  • wann eine Kotprobe oder tierärztliche Untersuchung wichtig ist,
  • und welche Rolle die Ernährung bei empfindlicher Verdauung spielen kann.
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Was bedeutet Schleim im Hundekot?

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Die Schleimhaut des Darms produziert natürlicherweise eine dünne Schutzschicht. Diese hält die Oberfläche des Darms feucht, schützt das Gewebe und erleichtert den Transport des Darminhalts. Kleine Mengen Schleim sind daher normal und bleiben meist unsichtbar.

Sichtbarer Schleim entsteht, wenn deutlich mehr davon gebildet oder mit dem Kot ausgeschieden wird. Er kann als glänzende Schicht auf dem Kot liegen, wie eine durchsichtige Hülle aussehen oder sich als geleeartige Beimischung zeigen.

Besonders häufig wird sichtbarer Schleim mit einer Reizung des Dickdarms in Verbindung gebracht. Der Dickdarm reagiert unter anderem auf Futterveränderungen, Stress, Parasiten, Infektionen und entzündliche Prozesse.

Wichtig: Schleim im Kot beschreibt zunächst nur eine Beobachtung. Aus seinem Aussehen allein lässt sich nicht sicher erkennen, ob ein Futterproblem, ein Parasit, eine Infektion oder eine Darmerkrankung dahintersteckt.

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Wann kann man Schleim im Hundekot zunächst beobachten?

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Eine einmalige kleine Menge klarer oder weißlicher Schleim muss bei einem ansonsten munteren Hund nicht sofort auf eine ernste Erkrankung hinweisen.

Eine kurze Beobachtung kann vertretbar sein, wenn:

  • der Schleim nur bei einem einzelnen Kotabsatz zu sehen war,
  • der Kot ansonsten noch geformt ist,
  • kein Blut erkennbar ist,
  • der Hund normal frisst und trinkt,
  • kein Erbrechen oder deutlicher Durchfall hinzukommt,
  • der Hund munter und belastbar wirkt
  • und ein möglicher kurzfristiger Auslöser wie Stress oder ein ungewohntes Futter bekannt ist.

Beobachten bedeutet nicht, das Problem über längere Zeit zu ignorieren. Tritt der Schleim erneut auf oder verändert sich der Allgemeinzustand, sollte die Ursache geklärt werden.

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Beobachtung Mögliche Einordnung Empfohlener nächster Schritt
Einmal wenig klarer Schleim, Hund fit Kurzfristige Dickdarmreizung möglich Kot und Allgemeinzustand beobachten
Wiederholt Schleim und weicher Kot Anhaltende Reizung, Futterproblem oder andere Ursache möglich Kotprobe und tierärztliche Abklärung erwägen
Häufig kleine Mengen, Pressen und Schleim Typisches Muster einer Dickdarmreizung Zeitnah untersuchen lassen
Schleim mit frischem roten Blut Reizung oder Blutung im hinteren Darmabschnitt möglich Tierärztlich abklären
Schwarzer, teerartiger Kot Verdautes Blut kann möglich sein Sofort tierärztlich abklären
Schleim, Erbrechen, Mattigkeit oder Schmerzen Erkrankung, Infektion, Fremdkörper oder andere akute Ursache möglich Zügig tierärztlich untersuchen lassen
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Welche Ursachen kann Schleim im Hundekot haben?

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Sichtbarer Schleim kann durch unterschiedliche Belastungen des Verdauungstrakts ausgelöst werden. Manche Ursachen sind vorübergehend, andere benötigen eine gezielte Untersuchung und Behandlung.

1. Kurzfristige Verdauungsreizung

Ein ungewohntes Leckerli, zu viele Kauartikel, Essensreste oder eine besonders fettreiche Mahlzeit können den Darm kurzfristig reizen. Auch das Fressen von Abfällen oder verdorbenem Futter kann die Kotbeschaffenheit verändern.

Ist der Hund ansonsten unauffällig und normalisiert sich der Kot schnell wieder, kann es sich um eine vorübergehende Reaktion handeln.

2. Futterumstellung

Wird das Futter sehr schnell gewechselt, muss sich die Verdauung kurzfristig an eine andere Zusammensetzung gewöhnen. Insbesondere empfindliche Hunde können darauf mit weichem Kot, Blähungen oder sichtbarem Schleim reagieren.

Nicht jeder Schleim nach einer Umstellung beweist jedoch, dass das neue Futter grundsätzlich unverträglich ist. Entscheidend sind Dauer, Stärke und weitere Beschwerden.

3. Stress und Aufregung

Stress kann die Darmbewegung beeinflussen. Manche Hunde setzen nach Reisen, Tierarztbesuchen, Hundepensionen, intensiver Aufregung oder Veränderungen im Alltag häufiger kleine, weiche und schleimige Kotmengen ab.

Wiederholt sich das Problem ausschließlich in bestimmten Situationen, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf den Tagesablauf und mögliche Stressauslöser.

4. Parasiten

Giardien und verschiedene Würmer können die Verdauung beeinträchtigen. Möglich sind weicher oder wässriger Kot, Schleim, wechselnde Kotkonsistenz, Gewichtsverlust oder wiederkehrender Durchfall.

Da Parasiten nicht immer mit bloßem Auge sichtbar sind, kann eine Kotuntersuchung notwendig sein.

5. Infektionen

Bakterielle oder virale Infektionen können Entzündungen des Magen-Darm-Trakts verursachen. Häufig treten dann nicht nur Schleim, sondern auch deutlicher Durchfall, Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit auf.

Welpen, alte Hunde und Tiere mit Vorerkrankungen können durch Flüssigkeitsverlust besonders schnell geschwächt werden.

6. Entzündung des Dickdarms

Bei einer Colitis ist der Dickdarm gereizt oder entzündet. Typisch sind häufige Kotabsätze mit kleinen Mengen, Pressen, Schleim und teilweise frisches rotes Blut. Viele Hunde müssen sehr plötzlich nach draußen und versuchen mehrfach Kot abzusetzen.

Eine Colitis kann akut auftreten oder wiederkehren. Hinter ihr können unter anderem Stress, Parasiten, Infektionen, Futterreaktionen oder chronische Darmerkrankungen stehen.

7. Futterunverträglichkeit oder futterresponsive Darmerkrankung

Bestimmte Hunde reagieren empfindlich auf Bestandteile ihrer Nahrung. Schleim allein reicht für diesen Verdacht allerdings nicht aus.

Aussagekräftiger wird das Bild, wenn zusätzlich wiederkehrend weicher Kot, Durchfall, Blähungen, Bauchgeräusche, Erbrechen, Hautprobleme oder Juckreiz auftreten und andere Ursachen ausgeschlossen wurden.

8. Chronische Darmerkrankungen

Dauern Verdauungsbeschwerden über längere Zeit an oder kehren sie immer wieder, kommen auch chronische Enteropathien und andere entzündliche Darmerkrankungen infrage.

Die Diagnose ergibt sich nicht aus sichtbarem Schleim allein. Sie erfordert eine tierärztliche Untersuchung und je nach Fall Kotuntersuchungen, Bluttests, Ultraschall, spezielle Fütterungsversuche oder weitere Diagnostik.

9. Medikamente

Medikamente können die Verdauung beeinflussen. Veränderungen treten beispielsweise manchmal während oder nach einer Antibiotikagabe auf. Setzen Sie verordnete Medikamente jedoch niemals ohne Rücksprache ab.

10. Fremdkörper oder Giftstoffe

Aufgenommene Fremdkörper, verdorbene Nahrung und giftige Stoffe können den Verdauungstrakt reizen oder blockieren. Häufig kommen dann Erbrechen, Bauchschmerzen, Unruhe, Futterverweigerung oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands hinzu.

Bei Verdacht auf einen Fremdkörper oder eine Vergiftung: Bitte nicht abwarten und keine Hausmittel geben. Kontaktieren Sie sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.

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Was sagt die Farbe des Schleims im Hundekot aus?

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Farbe und Aussehen können für die Tierarztpraxis hilfreiche Hinweise sein. Sie ersetzen jedoch keine Untersuchung. Auch Futterbestandteile und die eigentliche Kotfarbe können das Erscheinungsbild verändern.

Aussehen Mögliche Einordnung Was ist zu tun?
Klar oder glasig Vermehrter Darmschleim bei einer kurzfristigen oder anhaltenden Reizung möglich Bei einmaligem Auftreten und fittem Hund beobachten
Weißlich oder milchig Kann ebenfalls sichtbarer Darmschleim sein; die Farbe allein erlaubt keine Diagnose Wiederholtes Auftreten abklären lassen
Gelblich Kann durch Darminhalt, Futter, beschleunigte Passage oder Schleim entstehen Begleitsymptome und übrige Kotfarbe beachten
Grünlich Kann unter anderem mit Futterbestandteilen, Gras oder schneller Darmpassage zusammenhängen Bei Durchfall oder wiederholtem Auftreten untersuchen lassen
Mit frischem rotem Blut Blutung im hinteren Verdauungsabschnitt oder Analbereich möglich Tierärztlich abklären, besonders bei wiederholtem oder stärkerem Blut
Schwarz und teerartig Kann auf verdautes Blut aus höheren Abschnitten des Verdauungstrakts hinweisen Sofort tierärztlich abklären

Fotografieren Sie auffälligen Kot: Ein Foto bei Tageslicht kann der Tierarztpraxis helfen, Farbe, Menge und Verteilung des Schleims besser einzuschätzen.

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Welche Anzeichen sprechen für eine Reizung des Dickdarms?

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Schleim fällt besonders häufig bei Problemen des Dickdarms auf. Dabei zeigt der Hund oft ein anderes Kotmuster als bei einer reinen Dünndarmstörung.

Typische Hinweise können sein:

  • häufiger Kotabsatz,
  • jeweils nur kleine Kotmengen,
  • plötzlicher starker Kotdrang,
  • Pressen während oder nach dem Kotabsatz,
  • sichtbarer Schleim auf oder neben dem Kot,
  • frisches rotes Blut,
  • und manchmal Schmerzen beim Absetzen.

Der Hund kann dabei trotzdem zunächst relativ munter wirken. Auch deshalb sollte wiederkehrender schleimiger Kot nicht nur danach beurteilt werden, ob der Hund noch Appetit hat.

Weitere Grundlagen finden Sie in unserem Ratgeber Verdauung und Darmgesundheit beim Hund .

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Können Giardien oder Würmer Schleim im Hundekot verursachen?

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Ja. Parasiten gehören zu den möglichen Ursachen für schleimigen oder wechselhaft weichen Kot. Bei Giardien kann der Kot phasenweise normal aussehen und später wieder weich, übelriechend, schleimig oder wässrig werden.

Manche Hunde verlieren Gewicht oder wirken weniger belastbar, während andere trotz Infektion zunächst kaum auffallen. Würmer und andere Darmparasiten können ebenfalls Durchfall, Schleim, Blutbeimengungen oder Gewichtsverlust verursachen.

Weil nicht jeder Erreger in jeder einzelnen Kotportion nachweisbar ist, kann die Tierarztpraxis eine Sammelkotprobe oder zusätzliche Tests empfehlen. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt vom Alter, den Symptomen, der Haltung und der bisherigen Parasitenvorsorge ab.

Nicht auf Verdacht behandeln: Schleim im Kot beweist weder Giardien noch Würmer. Eine gezielte Untersuchung verhindert unnötige oder unpassende Behandlungen.

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Welche Rolle spielt die Ernährung bei Schleim im Hundekot?

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Die Ernährung kann den Darm entlasten oder belasten. Sie ist aber nicht automatisch die Ursache jedes schleimigen Kotabsatzes.

Ernährungsbedingte Zusammenhänge können beispielsweise entstehen durch:

  • eine abrupte Futterumstellung,
  • sehr große oder fettreiche Mahlzeiten,
  • häufig wechselnde Futtersorten,
  • zahlreiche unterschiedliche Leckerlis und Kauartikel,
  • Essensreste oder ungeeignete Lebensmittel,
  • individuell schlecht verträgliche Zutaten
  • oder eine insgesamt schwer verdauliche Fütterung.

Bedeutet Schleim automatisch eine Futterallergie?

Nein. Schleim allein ist kein verlässlicher Hinweis auf eine Futtermittelallergie. Eine Futterreaktion wird eher dann in Betracht gezogen, wenn Beschwerden wiederkehren, andere Ursachen ausgeschlossen wurden und zusätzlich beispielsweise anhaltend weicher Kot, Durchfall, Blähungen, Erbrechen, Juckreiz oder Hautprobleme bestehen.

Ein ungeplanter Wechsel zwischen vielen verschiedenen Futtersorten hilft dann selten weiter. Er erschwert vielmehr die Beurteilung, welche Zutaten der Hund tatsächlich verträgt.

Darf man bei Schleim sofort Schonkost geben?

Eine leicht verdauliche Fütterung kann bei einer kurzfristigen Verdauungsstörung sinnvoll sein. Sie ersetzt jedoch keine Untersuchung, wenn Blut, starkes Erbrechen, Schmerzen, Fieber, Mattigkeit oder anhaltender Durchfall auftreten.

Außerdem ist nicht jede selbst zusammengestellte Schonkost für eine längere Fütterung vollständig und ausgewogen. Bei wiederkehrenden Problemen sollte die Ernährung daher gezielt und nicht dauerhaft auf eigene Faust eingeschränkt werden.

Passende Informationen finden Sie in unseren Ratgebern:

Den Begriff Darmmikrobiom erklären wir außerdem in unserem Tierfutter-Lexikon.

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Kotprobe beim Hund: So bereiten Sie die Untersuchung vor

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Bei wiederkehrendem Schleim, Durchfall oder Verdacht auf Parasiten kann eine Kotuntersuchung sinnvoll sein.

Damit die Probe möglichst aussagekräftig ist:

  1. Tierarztpraxis kontaktieren: Fragen Sie, ob eine einzelne Probe oder eine Sammelprobe benötigt wird und welche Untersuchung geplant ist.
  2. Sauberen Behälter verwenden: Nutzen Sie ein dafür vorgesehenes Probengefäß oder einen sauberen, dicht verschließbaren Behälter.
  3. Auffällige Bestandteile mitnehmen: Befindet sich sichtbarer Schleim oder Blut am Kot, sollte ein Teil davon in der Probe enthalten sein.
  4. Probe beschriften: Notieren Sie Name des Hundes und Entnahmedatum.
  5. Aufbewahrung klären: Befolgen Sie die Hinweise Ihrer Tierarztpraxis zur Lagerung und Abgabe.
  6. Symptome notieren: Informieren Sie über Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust, Futterwechsel, Medikamente und mögliche Parasitenkontakte.

Gut zu wissen: Nicht jede Kotuntersuchung prüft automatisch auf alle Parasiten, Bakterien oder andere Erreger. Teilen Sie der Praxis deshalb genau mit, welche Beschwerden bestehen.

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Wann sollte ein Hund mit Schleim im Kot zum Tierarzt?

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Einmaliger Schleim bei einem ansonsten unauffälligen erwachsenen Hund kann zunächst beobachtet werden. Bestimmte Begleiterscheinungen sollten jedoch zeitnah oder sofort untersucht werden.

Zeitnah untersuchen lassen

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn:

  • der Schleim wiederholt oder über mehrere Tage auftritt,
  • der Hund häufig kleine Mengen absetzt und dabei presst,
  • weicher Kot oder Durchfall regelmäßig wiederkehrt,
  • frisches Blut im Kot sichtbar ist,
  • der Hund Gewicht verliert,
  • Appetitlosigkeit oder wiederkehrendes Erbrechen hinzukommen,
  • der Hund Bauchschmerzen zeigt
  • oder die Beschwerden nach einer Futterumstellung nicht abklingen.

Sofortige Hilfe erforderlich

Bitte sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren bei:

  • schwarzem oder teerartigem Kot,
  • größeren Mengen Blut oder stark blutigem Durchfall,
  • anhaltendem Erbrechen,
  • starken Bauchschmerzen oder aufgeblähtem Bauch,
  • starker Mattigkeit, Kreislaufproblemen oder Zusammenbrechen,
  • Verdacht auf Vergiftung oder Fremdkörper,
  • rascher deutlicher Verschlechterung
  • oder starkem Durchfall bei Welpen, sehr alten oder chronisch kranken Hunden.
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Was können Sie jetzt tun, wenn Ihr Hund Schleim im Kot hat?

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Ein strukturiertes Vorgehen ist hilfreicher als mehrere gleichzeitige Futterwechsel, Hausmittel und Zusätze.

1. Allgemeinzustand prüfen

Wirkt Ihr Hund munter, frisst und trinkt er normal oder zeigt er Schmerzen, Erbrechen, Fieber oder starke Mattigkeit?

2. Kot genau betrachten

Notieren Sie Farbe, Konsistenz, Menge, Häufigkeit und mögliche Blutbeimengungen. Fotografieren Sie auffällige Veränderungen.

3. Mögliche Auslöser notieren

Gab es einen Futterwechsel, neue Leckerlis, Kauartikel, Stress, Medikamente oder die mögliche Aufnahme ungeeigneter Nahrung?

4. Keine Experimente starten

Wechseln Sie nicht gleichzeitig Futter, Zusätze und Snacks. Dadurch lässt sich später kaum noch erkennen, was geholfen oder die Beschwerden verstärkt hat.

5. Bei Wiederholung Kotprobe besprechen

Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis, welche Probe und welche Untersuchungen im individuellen Fall sinnvoll sind.

6. Ernährung erst gezielt anpassen

Wurde eine akute Erkrankung ausgeschlossen oder soll die Ernährung eine Behandlung begleiten, kann ein gut verdauliches und übersichtliches Futter sinnvoll sein.

Weitere Orientierung bei weichem Kot, Durchfall und empfindlicher Verdauung finden Sie im Lamers Ernährungs-Kompass .

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Wenn Ihr Hund dauerhaft empfindlich verdaut

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Zeigt Ihr Hund nach der notwendigen Abklärung wiederkehrend weichen Kot, Durchfall oder eine sensible Verdauung, kann eine hochverdauliche und konstante Fütterung sinnvoll sein.

Lamers ProVet Darm Balance wurde für Hunde mit empfindlichem Verdauungstrakt entwickelt. Ob dieses Futter zu Ihrem Hund passt, hängt jedoch von der Ursache der Beschwerden, der bisherigen Ernährung und einer möglichen tierärztlichen Diagnose ab.

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Passende Ratgeber für die weitere Einordnung

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Häufige Fragen zu Schleim im Hundekot

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Ist Schleim im Hundekot immer gefährlich?

Nein. Eine einmalige kleine Menge Schleim kann durch eine kurzfristige Darmreizung entstehen. Wiederholt sich das Problem oder kommen Blut, Durchfall, Erbrechen, Schmerzen oder Mattigkeit hinzu, sollte es untersucht werden.

Warum ist der Hundekot mit einer Schleimschicht überzogen?

Die Darmschleimhaut kann bei einer Reizung vermehrt Schleim bilden. Sichtbarer Schleim tritt besonders häufig bei Beschwerden des Dickdarms auf, kann aber unterschiedliche Auslöser haben.

Können Giardien Schleim im Kot verursachen?

Ja. Giardien können unter anderem wechselnden weichen oder wässrigen Kot, Schleim, auffälligen Geruch und Gewichtsverlust verursachen. Der Nachweis erfolgt über eine geeignete Kotuntersuchung.

Bedeutet gelber Schleim eine Gallenkrankheit?

Nein. Gelbliche Bestandteile können verschiedene Ursachen haben und auch durch Futter oder eine schnelle Darmpassage beeinflusst werden. Aus der Farbe allein lässt sich keine Erkrankung der Galle feststellen.

Ist Blut im Schleim ein Notfall?

Kleine Mengen frischen roten Blutes können bei einer starken Reizung des Dickdarms entstehen, sollten aber abgeklärt werden. Größere Blutmengen, schwarzer Kot, starke Mattigkeit oder blutiger Durchfall erfordern schnelle tierärztliche Hilfe.

Kann ein Futterwechsel Schleim auslösen?

Ja. Eine sehr schnelle Umstellung kann besonders bei empfindlichen Hunden vorübergehend zu weichem oder schleimigem Kot führen. Halten die Beschwerden an, sollte nicht einfach weiter zwischen Futtersorten gewechselt werden.

Welche Kotprobe braucht man bei Schleim?

Das hängt davon ab, worauf untersucht werden soll. Die Tierarztpraxis entscheidet, ob eine einzelne Probe, eine Sammelprobe oder spezielle Tests benötigt werden.

Welches Futter ist bei schleimigem Kot sinnvoll?

Das passende Futter hängt von der Ursache ab. Bei empfindlicher Verdauung kann eine konstante, gut verdauliche Rezeptur sinnvoll sein. Bei Parasiten, Infektionen oder chronischen Erkrankungen muss jedoch zuerst die zugrunde liegende Ursache behandelt werden.

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Fazit: Wiederkehrender Schleim gehört abgeklärt

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Eine einmalige kleine Menge Schleim bei einem ansonsten fitten Hund kann durch eine kurzfristige Reizung entstehen. Tritt der Schleim jedoch wiederholt auf, wird der Kot weich oder wässrig oder kommen Pressen, Blut, Erbrechen, Schmerzen oder Gewichtsverlust hinzu, sollte die Ursache untersucht werden.

Sichtbarer Schleim weist häufig auf eine Reaktion des Dickdarms hin, verrät aber noch nicht den Auslöser. Futterwechsel, Stress, Parasiten, Infektionen, Futterreaktionen und chronische Darmerkrankungen können ähnliche Veränderungen verursachen.

Deshalb gilt: Beobachten Sie das Gesamtbild, dokumentieren Sie auffälligen Kot und besprechen Sie bei wiederkehrenden Beschwerden eine Kotprobe oder weitere Diagnostik. Erst wenn die Ursache sinnvoll eingeordnet ist, kann auch die Fütterung gezielt angepasst werden.

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Sie möchten die Fütterung Ihres Hundes überprüfen?

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Wenn medizinische Ursachen abgeklärt sind und Ihr Hund weiterhin empfindlich verdaut, unterstützen wir Sie gerne dabei, seine bisherige Fütterung übersichtlich und nachvollziehbar zu beurteilen.

Zum Lamers Ernährungs-Kompass ```

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten, starken oder wiederkehrenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis.

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