Fellwechsel beim Hund: Frau bürstet einen Golden Retriever, während Haare fliegen.
🐶 Fellwechsel beim Hund – so kannst du unterstützen
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Wenn Ihr Hund sich ständig kratzt, an den Pfoten leckt, Schuppen entwickelt oder das Fell zunehmend stumpf wirkt, liegt der Verdacht auf ein Futterproblem nahe. Die Ernährung kann die Hautgesundheit und Fellqualität tatsächlich wesentlich beeinflussen. Sie ist jedoch nur eine von mehreren möglichen Ursachen.

Hinter Hautproblemen können unter anderem Parasiten, Umweltallergien, bakterielle Infektionen, Hefepilze, hormonelle Erkrankungen, genetische Besonderheiten oder eine Futtermittelallergie stecken. Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.

Deshalb sollte nicht vorschnell einfach das Futter gewechselt werden. Sinnvoller ist ein strukturiertes Vorgehen: Symptome genau beobachten, mögliche Erkrankungen abklären, die bisherige Fütterung prüfen und erst anschließend ein passendes Ernährungskonzept auswählen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Ursachen hinter Haut- und Fellproblemen stecken können, welche Rolle Protein, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe spielen und wann ein spezielles Haut-und-Fell-Futter sinnvoll sein kann.

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Das Wichtigste vorweg

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die normale Hautfunktion und ein gesundes Fell. Starker Juckreiz, offene Hautstellen, kahle Bereiche oder wiederkehrende Ohrenprobleme sind jedoch keine normalen Ernährungserscheinungen. Sie sollten tierärztlich untersucht werden, bevor über längere Zeit verschiedene Futtersorten, Öle oder Nahrungsergänzungen ausprobiert werden.

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Symptom-Schnellfinder

Wenn Ihr Hund … Dann lesen Sie zusätzlich
sich ständig kratzt oder an den Pfoten leckt Hund kratzt sich ständig
gleichzeitig Juckreiz und Verdauungsprobleme hat Futtermittelallergie beim Hund
wiederholt auf verschiedene Futtersorten reagiert Hypoallergenes Hundefutter
weichen Kot oder Durchfall entwickelt Weicher Kot beim Hund und Durchfall beim Hund
unangenehm riechende oder fettige Haut hat Tierärztliche Untersuchung auf bakterielle Infektionen oder Hefepilze
plötzlich kahle oder entzündete Stellen entwickelt Zeitnahe tierärztliche Untersuchung
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Was sind Hautprobleme beim Hund?

Der Begriff Hautproblem beschreibt zunächst nur eine sichtbare oder spürbare Veränderung. Er ist noch keine Diagnose.

Die Haut ist die äußere Schutzbarriere des Körpers. Sie begrenzt den Wasserverlust, schützt vor Umwelteinflüssen, ist an der Immunabwehr beteiligt und enthält zahlreiche Nerven, Blutgefäße, Drüsen und Haarfollikel.

Gemeinsam mit dem Fell erfüllt sie wichtige Aufgaben:

  • Schutz vor mechanischen und chemischen Einflüssen,
  • Abwehr von Krankheitserregern,
  • Unterstützung der Temperaturregulation,
  • Wahrnehmung von Berührung, Temperatur und Schmerz,
  • Begrenzung des Wasserverlusts,
  • Bildung und Verankerung des Haarkleids.

Wird die Hautbarriere geschädigt, kann die Haut empfindlicher auf Reize reagieren, mehr Feuchtigkeit verlieren und anfälliger für Entzündungen oder Infektionen werden.

Wichtig: Die Haut ist kein klassisches „Entgiftungsorgan“. Hautprobleme beweisen weder eine Ansammlung von Giftstoffen noch eine angebliche Überlastung von Leber oder Nieren.

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Typische Symptome von Haut- und Fellproblemen

Hauterkrankungen können sehr unterschiedlich aussehen. Einige Veränderungen verursachen starken Juckreiz, andere zunächst kaum Beschwerden.

Mögliche Hautveränderungen

  • Juckreiz und häufiges Kratzen,
  • Pfotenlecken oder Knabbern,
  • Rötungen,
  • Schuppen,
  • trockene oder auffällig fettige Haut,
  • Krusten, Pusteln oder nässende Stellen,
  • unangenehmer Hautgeruch,
  • verdickte oder dunkel verfärbte Haut,
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen.

Mögliche Fellveränderungen

  • stumpfes oder glanzloses Fell,
  • brüchige Haare,
  • ungewöhnlich starker Haarausfall,
  • kahle Stellen,
  • veränderte Fellfarbe,
  • langsames Nachwachsen,
  • unregelmäßiger Fellwechsel.

Nicht jede Fellveränderung ist krankhaft. Rasse, Alter, Jahreszeit, Kastration, Heizungsluft und Pflege können das Haarkleid ebenfalls beeinflussen.

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Häufige Ursachen für Hautprobleme beim Hund

Juckreiz, Schuppen oder Fellverlust können durch zahlreiche Erkrankungen entstehen. Eine vorschnelle Zuordnung zum Futter führt deshalb häufig zu unnötigen Futterwechseln.

Ursachenbereich Beispiele Mögliche Hinweise
Parasiten Flöhe, Milben oder Läuse Juckreiz, Krusten, kahle Stellen oder entzündete Haut
Infektionen Bakterien, Hefepilze oder Hautpilze Geruch, Rötung, Pusteln, fettige Haut oder kreisförmiger Fellverlust
Allergien Umweltallergie, Flohallergie oder Futtermittelallergie Pfotenlecken, Juckreiz sowie wiederkehrende Haut- oder Ohrenentzündungen
Hormonelle Erkrankungen Schilddrüsenunterfunktion oder Erkrankungen der Nebennieren symmetrischer Fellverlust, Gewichtszunahme, Müdigkeit oder Hautverdickung
Ernährungsbedingte Ursachen unausgewogene Ration, Nährstoffmangel, schlechte Aufnahme oder Futtermittelreaktion stumpfes Fell, Schuppen, schlechte Wundheilung oder Verdauungsprobleme
Genetische Besonderheiten rassespezifische Verhornungs- oder Stoffwechselstörungen früher Beginn oder typische betroffene Körperstellen
Äußere Einflüsse häufiges Baden, ungeeignete Pflegeprodukte, Reibung oder trockene Raumluft trockene, schuppige oder örtlich gereizte Haut

Häufig entstehen zusätzlich sogenannte Sekundärinfektionen. Eine Allergie oder andere Grunderkrankung schwächt die Hautbarriere, wodurch sich Bakterien oder Hefepilze vermehren können.

Eine Futterumstellung allein beseitigt eine bestehende Infektion nicht zwangsläufig. Sie muss häufig zusätzlich medizinisch behandelt werden.

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Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautgesundheit

Haut und Haare werden laufend erneuert. Dafür benötigt der Körper Energie, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.

Eine vollständige und bedarfsgerechte Ernährung unterstützt:

  • die Bildung neuer Hautzellen,
  • den Aufbau von Haaren und Keratin,
  • die Stabilität der Hautbarriere,
  • den Erhalt der normalen Hautfeuchtigkeit,
  • die Immunfunktion der Haut,
  • die Pigmentierung und Struktur des Fells.

Ein echter Nährstoffmangel ist bei einem korrekt hergestellten und passend gefütterten Alleinfuttermittel eher selten.

Ein erhöhtes Risiko besteht dagegen bei:

  • unausgewogenen selbst gekochten Rationen,
  • einseitiger Fleischfütterung ohne vollständige Ergänzung,
  • ungeeigneten Nahrungsergänzungen,
  • langfristig stark reduzierter Futteraufnahme,
  • Erkrankungen mit gestörter Verdauung oder Nährstoffaufnahme.

Eine gute Ernährung kann die normale Hautfunktion unterstützen. Sie ersetzt jedoch keine Behandlung von Parasiten, Infektionen, hormonellen Erkrankungen oder anderen medizinischen Ursachen.

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Proteine und Aminosäuren für gesunde Haut und kräftiges Fell

Haare bestehen überwiegend aus Keratin. Auch für Hautzellen, Enzyme, Immunstrukturen und die Wundheilung werden Aminosäuren benötigt.

Entscheidend ist nicht allein ein möglichst hoher Fleisch- oder Proteingehalt. Wichtig sind vielmehr:

  • eine bedarfsgerechte Proteinmenge,
  • ein ausgewogenes Aminosäurenprofil,
  • eine gute Verdaulichkeit,
  • eine ausreichende Energieversorgung,
  • die individuelle Verträglichkeit.

Wird insgesamt zu wenig Energie aufgenommen, kann der Körper Nahrungsprotein verstärkt zur Energiegewinnung verwenden. Dadurch stehen weniger Aminosäuren für den Aufbau und die Erneuerung von Gewebe zur Verfügung.

Minderwertiges Protein löst nicht automatisch eine Allergie aus. Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem vielmehr auf bestimmte Proteinstrukturen, unabhängig davon, ob die Zutat allgemein als hochwertig gilt.

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Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Essenzielle Fettsäuren sind Bestandteile von Zellmembranen und der natürlichen Hautbarriere. Einige Fettsäuren kann der Hund nicht in ausreichender Menge selbst herstellen. Sie müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden.

Fettsäure Bedeutung Mögliche Quellen
Linolsäure Essenzielle Omega-6-Fettsäure und Bestandteil der Hautbarriere verschiedene Pflanzenöle und tierische Fette
Alpha-Linolensäure Pflanzliche Omega-3-Fettsäure und Ausgangsstoff weiterer Fettsäuren beispielsweise Leinöl
EPA Kann an der Modulation entzündlicher Prozesse beteiligt sein Fischöl oder Algenöl
DHA Bestandteil von Zellmembranen und gemeinsam mit EPA in marinen Ölen enthalten Fischöl oder Algenöl

EPA und DHA können bei bestimmten entzündlichen Hauterkrankungen unterstützend eingesetzt werden. Sie wirken jedoch nicht wie ein schnell einsetzendes Medikament und beseitigen die Ursache einer Allergie oder Infektion nicht.

Zusätzliche Öle sollten nicht unkontrolliert über ein vollständiges Futter gegeben werden. Sie liefern zusätzliche Energie und können bei ungeeigneter Dosierung Verdauungsprobleme oder Gewichtszunahme fördern.

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Vitamine und Spurenelemente

Verschiedene Vitamine und Mineralstoffe werden für die normale Hautfunktion, Verhornung, Pigmentierung und Wundheilung benötigt.

Nährstoff Bedeutung Wichtige Einordnung
Zink Zellteilung, Verhornung und Wundheilung Zusätzliche Gabe ist nur bei passender Indikation sinnvoll.
Kupfer Pigmentierung, Bindegewebe und verschiedene Enzyme Unter- und Überversorgung können problematisch sein.
Vitamin A Zellreifung und normale Verhornung Sowohl Mangel als auch Überversorgung können schaden.
Vitamin E Antioxidativer Schutz von Zellen und Fetten Der Bedarf hängt auch von Art und Menge der Fette ab.
B-Vitamine und Biotin Beteiligung an zahlreichen Stoffwechselprozessen Bei vollständigem Futter ist eine Extra-Gabe häufig nicht erforderlich.

Ein vollständiges Alleinfuttermittel enthält die erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe bereits in abgestimmten Mengen.

Eine zusätzliche Gabe auf Verdacht ist nicht automatisch hilfreich. Bei einzelnen Nährstoffen kann eine Überversorgung sogar gesundheitliche Probleme verursachen.

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Warum ist die natürliche Hautbarriere so wichtig?

Die äußerste Hautschicht bildet zusammen mit Hautfetten eine Barriere gegen Wasserverlust, Reizstoffe und Mikroorganismen.

Ist diese Barriere gestört, kann die Haut:

  • mehr Feuchtigkeit verlieren,
  • trockener und empfindlicher werden,
  • stärker auf Umweltreize reagieren,
  • anfälliger für Sekundärinfektionen sein,
  • verstärkten Juckreiz entwickeln.

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Fettsäuren, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen unterstützt die normale Erneuerung der Hautbarriere.

Bei allergischen Erkrankungen kann die Barriere zusätzlich beeinträchtigt sein. Ernährung ist dann ein unterstützender Teil eines umfassenderen Behandlungskonzepts.

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Futtermittelallergie oder Umweltallergie?

Sowohl Futtermittelallergien als auch Umweltallergien können Juckreiz, Pfotenlecken, Hautentzündungen und wiederkehrende Ohrenprobleme verursachen.

Anhand des Hautbildes allein lassen sie sich nicht sicher unterscheiden.

Mögliche Ursache Typische Einordnung Diagnostischer Weg
Futtermittelallergie Reaktion auf einen Bestandteil des Futters, meist ein Protein Ausschlussdiät mit anschließender Provokation
Umweltallergie Reaktion auf Pollen, Milben, Schimmelpilze oder andere Umweltallergene Tierärztliche Untersuchung und gegebenenfalls weiterführende Allergiediagnostik
Flohallergie Überempfindliche Reaktion auf Flohspeichel Parasitenkontrolle und konsequente Flohbehandlung

Ein Hund kann gleichzeitig an einer Futter- und einer Umweltallergie leiden. Dadurch können Beschwerden ganzjährig vorhanden sein und sich saisonal zusätzlich verstärken.

Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber Futtermittelallergie beim Hund.

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Ausschlussdiät bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie

Eine Ausschlussdiät wird eingesetzt, um zu prüfen, ob die Hautprobleme mit einem Futterbestandteil zusammenhängen.

Dafür erhält der Hund über einen festgelegten Zeitraum ausschließlich eine sorgfältig ausgewählte Diät.

Mögliche Konzepte sind:

  • eine neue Proteinquelle, die der Hund bisher möglichst nicht gefressen hat,
  • ein ausreichend stark hydrolysiertes Protein,
  • in besonderen Fällen eine elementare Diät auf Aminosäurebasis,
  • eine fachlich berechnete selbst gekochte Ration.

Während der Ausschlussphase dürfen keine gewöhnlichen Leckerchen, Kauartikel, Essensreste oder anderen Futtermittel gegeben werden.

Bessern sich die Beschwerden, wird das frühere Futter oder ein verdächtiger Bestandteil kontrolliert erneut gegeben. Diese Provokation ist entscheidend, um den Zusammenhang zuverlässig zu bestätigen.

Monoprotein allein reicht nicht: Eine Proteinquelle ist nur dann diagnostisch sinnvoll, wenn sie für den betreffenden Hund tatsächlich neu ist und keine ungeeigneten weiteren Proteinquellen aufgenommen werden.

Mehr zur Auswahl geeigneter Diäten erfahren Sie im Ratgeber Hypoallergenes Hundefutter.

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Hydrolysierte Proteine und Peptide

Proteine bestehen aus langen Ketten von Aminosäuren. Bei einer Hydrolyse werden diese Ketten in kleinere Bestandteile aufgespalten. Die kürzeren Ketten werden als Peptide bezeichnet.

Hydrolysierte Proteine können in Haut- und Allergierezepturen unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Bereitstellung von Aminosäuren und Peptiden,
  • Verwendung in Rezepturen mit besonderer Proteinverarbeitung,
  • Verringerung der Größe potenziell allergieauslösender Proteinstrukturen,
  • gezielte Ergänzung eines vollständigen Ernährungskonzepts.

Die Bezeichnung „hydrolysiert“ sagt jedoch nicht automatisch aus, wie stark ein Protein aufgespalten wurde.

Teilhydrolysierte Proteine können deutlich größere Peptidfragmente enthalten als extensiv hydrolysierte Diäten. Für die Eignung bei einer Futtermittelallergie sind deshalb Ausgangsprotein, Hydrolysegrad und gesamte Rezeptur entscheidend.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Die Kraft der Peptide.

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Ist getreidefreies Futter besser für die Haut?

Nicht grundsätzlich. Viele Hunde können fachgerecht verarbeitetes Getreide gut verwerten.

Ein Hund kann zwar auf ein bestimmtes Getreideprotein allergisch reagieren. Tierische Proteinquellen können jedoch ebenfalls Allergieauslöser sein.

Getreidefreies Futter ist daher nicht automatisch:

  • hypoallergen,
  • besser verdaulich,
  • entzündungshemmend,
  • für jeden Hund mit Juckreiz geeignet.

Getreidefreie Rezepturen enthalten häufig alternative Stärke- und Proteinquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen oder Linsen. Auch diese Zutaten müssen zur individuellen Verträglichkeit passen.

Eine getreidefreie Ernährung kann sinnvoll sein, wenn ein bestimmtes Getreide nachweislich nicht vertragen wird oder die gesamte Rezeptur zum Hund passt. Sie ersetzt jedoch keine Allergiediagnostik.

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Worauf sollte man bei Futter für Haut und Fell achten?

Ein geeignetes Futter sollte nicht allein anhand eines hohen Fleischanteils, einer getreidefreien Rezeptur oder einzelner Trendzutaten ausgewählt werden.

Prüfpunkt Warum er wichtig ist
Allein- oder Diätfuttermittel Die vollständige Versorgung muss bei längerfristiger Fütterung gewährleistet sein.
Bedarfsgerechtes Protein Aminosäuren werden für Haut, Fell und zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt.
Essenzielle Fettsäuren Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Hautbarriere; EPA und DHA können Entzündungsprozesse modulieren.
Vitamine und Spurenelemente Sie werden unter anderem für Zellteilung, Pigmentierung und Verhornung benötigt.
Individuell verträgliche Proteinquelle Bei bestätigter Futtermittelallergie muss der Auslöser vermieden werden.
Passende Fett- und Energiemenge Zusätzliche Fette erhöhen den Energiegehalt und müssen zum Hund passen.
Klare Zielsetzung Allgemeine Hautunterstützung, Allergiediagnostik und medizinische Therapie sind unterschiedliche Ziele.
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Lamers ProVet Haut & Fellpflege

Lamers ProVet Haut & Fellpflege wurde für Hunde mit besonderen Anforderungen an Haut und Fell entwickelt.

Die Rezeptur kombiniert unter anderem:

  • enzymatisch aufgespaltene Proteinbestandteile aus Lachs,
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren,
  • die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA,
  • ausgewählte Nährstoffe zur Unterstützung der normalen Hautfunktion,
  • eine getreidefreie Zusammensetzung.

Die enthaltenen Aminosäuren und Peptide stehen dem Körper als Bausteine des Proteinstoffwechsels zur Verfügung.

Essenzielle Fettsäuren unterstützen die normale Hautbarriere. EPA und DHA können zur ernährungsphysiologischen Modulation entzündlicher Prozesse beitragen.

Die Rezeptur kann beispielsweise als ernährungsbezogene Option in Betracht kommen:

  • bei besonderen Anforderungen an Haut und Fell,
  • bei trockener oder schuppiger Haut,
  • zur gezielten Versorgung mit essenziellen Fettsäuren,
  • als begleitende Ernährung innerhalb eines tierärztlichen Hautkonzepts,
  • wenn die enthaltenen Proteinquellen zur Fütterungsgeschichte des Hundes passen.

Bitte beachten: Lamers ProVet Haut & Fellpflege ist nicht automatisch eine diagnostische Ausschlussdiät. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie muss geprüft werden, ob Proteinquellen und Proteinverarbeitung für den betreffenden Hund geeignet sind.

Die getreidefreie Rezeptur schließt eine allergische Reaktion nicht grundsätzlich aus. Entscheidend sind die individuell relevanten Proteinbestandteile.

Bei offenen, entzündeten, stark juckenden oder infizierten Hautstellen sollte zunächst die Ursache tierärztlich untersucht werden.

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Fellpflege und äußere Unterstützung

Neben der Ernährung kann eine passende Pflege die Haut unterstützen. Sie ersetzt jedoch keine Diagnose oder Behandlung.

Regelmäßiges Bürsten

Bürsten entfernt lose Haare, Schmutz und Schuppen. Häufigkeit und Bürstentyp sollten zur Fellstruktur passen.

Zu kräftiges oder zu häufiges Bürsten kann empfindliche Haut zusätzlich reizen.

Geeignete Hundeshampoos

Verwenden Sie ausschließlich Produkte, die für Hundehaut vorgesehen sind. Die Haut von Hunden unterscheidet sich von menschlicher Haut.

Medizinische Shampoos gegen Bakterien, Hefepilze oder bestimmte Hauterkrankungen sollten entsprechend der tierärztlichen Empfehlung eingesetzt werden.

Baden nach Bedarf

Zu häufiges Waschen mit ungeeigneten Produkten kann die Haut austrocknen oder reizen. Bei medizinischen Waschbehandlungen kann dagegen ein genauer Badeplan erforderlich sein.

Parasitenkontrolle

Flöhe und Milben sind häufige Ursachen für Juckreiz. Bei Verdacht auf Parasiten sollten alle Tiere und die Umgebung entsprechend der tierärztlichen Empfehlung behandelt werden.

Stress und Ruhephasen

Stress kann bestehendes Leck- oder Kratzverhalten verstärken. Feste Routinen, ausreichend Ruhe und passende Beschäftigung können unterstützend wirken.

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Wie lässt sich eine Verbesserung beurteilen?

Haut und Fell verändern sich langsamer als beispielsweise die Kotkonsistenz. Deshalb sollte ein Futter nicht bereits nach wenigen Tagen als erfolgreich oder wirkungslos eingestuft werden.

Dokumentieren Sie regelmäßig:

  • Stärke und Häufigkeit des Juckreizes,
  • Pfotenlecken oder Kratzen,
  • Rötungen, Schuppen und Hautgeruch,
  • Zustand der Ohren,
  • Haarverlust und Nachwachsen des Fells,
  • Verdauung und Kot,
  • Körpergewicht,
  • Medikamente und Pflegeprodukte.

Regelmäßige Fotos derselben Körperstellen bei ähnlichem Licht können Veränderungen besser sichtbar machen.

Werden gleichzeitig Futter, Öl, Nahrungsergänzung, Shampoo und Medikamente verändert, lässt sich später kaum beurteilen, welche Maßnahme tatsächlich geholfen hat.

Praktischer Tipp: Führen Sie ein einfaches Hauttagebuch mit Datum, Fotos, Juckreizbewertung, Futter, Leckerchen, Medikamenten und besonderen Ereignissen.

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Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?

Ein leicht stumpfes Fell ohne weitere Beschwerden kann zunächst Anlass sein, Fütterung, Fellwechsel und Pflege zu überprüfen.

Deutliche oder wiederkehrende Hautprobleme sollten jedoch nicht über Wochen allein mit Futterwechseln behandelt werden.

Bitte tierärztlich abklären

  • starker oder anhaltender Juckreiz,
  • offene, nässende oder schmerzhafte Stellen,
  • Pusteln, Krusten oder unangenehmer Hautgeruch,
  • plötzlicher oder großflächiger Haarverlust,
  • kreisförmige kahle Stellen,
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen,
  • stark verdickte oder dunkel verfärbte Haut,
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder Gewichtsveränderungen,
  • vermehrter Durst oder häufigerer Urinabsatz,
  • gleichzeitiger Durchfall oder häufiges Erbrechen,
  • Beschwerden bei Welpen, Senioren oder vorerkrankten Hunden.

Plötzliche Schwellungen im Gesicht, Atemprobleme oder Kreislaufbeschwerden können auf eine schwere akute Reaktion hinweisen. In diesem Fall ist unverzüglich tierärztliche Hilfe erforderlich.

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Häufige Fehler bei Hautproblemen

  • Juckreiz automatisch dem Futter zuordnen: Umweltallergien, Parasiten und Infektionen können sehr ähnlich aussehen.
  • Zu lange mit der Untersuchung warten: Offene oder infizierte Hautstellen können sich schnell verschlimmern.
  • Mehrere Futtersorten schnell hintereinander testen: Dadurch ist keine zuverlässige Beurteilung möglich.
  • Getreide grundsätzlich verantwortlich machen: Viele Hunde vertragen Getreide gut.
  • Getreidefrei mit hypoallergen verwechseln: Andere allergieauslösende Proteine können enthalten sein.
  • Monoprotein automatisch als Ausschlussdiät ansehen: Die Proteinquelle muss für den Hund tatsächlich neu sein.
  • Möglichst viel Fleisch oder Protein füttern: Entscheidend sind Bedarf, Verdaulichkeit und die vollständige Ration.
  • Öle unkontrolliert ergänzen: Sie liefern viele Kalorien und können Verdauungsprobleme verursachen.
  • Zink, Biotin oder Vitamine auf Verdacht hoch dosieren: Überversorgungen können schädlich sein.
  • Hautinfektionen allein über das Futter behandeln: Bakterien und Hefepilze können Medikamente oder medizinische Pflege benötigen.
  • Medikamente eigenmächtig absetzen: Notwendige Behandlungen sollten nur nach tierärztlicher Rücksprache verändert werden.
  • Zu schnelle Ergebnisse erwarten: Haut und Fell benötigen häufig mehrere Wochen für sichtbare Veränderungen.
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Häufige Fragen zu Hautproblemen beim Hund

Können Hautprobleme vom Futter kommen?

Ja. Eine Futtermittelallergie, eine unausgewogene Ration oder eine gestörte Nährstoffaufnahme können Hautveränderungen verursachen. Häufig sind jedoch auch Parasiten, Umweltallergien, Infektionen oder hormonelle Erkrankungen beteiligt.

Welches Futter ist bei Hautproblemen am besten?

Es gibt kein Futter, das für jeden Hund mit Hautproblemen am besten geeignet ist. Die Auswahl hängt von der Ursache, der bisherigen Fütterung und dem individuellen Nährstoffbedarf ab.

Ist Juckreiz immer eine Allergie?

Nein. Flöhe, Milben, Hautinfektionen, trockene Haut, Kontaktreizungen und andere Erkrankungen können ebenfalls Juckreiz verursachen.

Wie erkennt man eine Futtermittelallergie?

Eine Futtermittelallergie wird durch eine konsequente Ausschlussdiät mit anschließender kontrollierter Provokation bestätigt. Symptome oder gewöhnliche Blut-, Haar- und Speicheltests reichen dafür nicht aus.

Welche Proteinquelle ist bei einer Allergie am besten?

Es gibt keine für jeden Hund geeignete Proteinquelle. Entscheidend ist, was der betreffende Hund bisher gefressen hat und worauf er tatsächlich reagiert.

Ist Pferd automatisch hypoallergen?

Nein. Pferd kann für einen Hund eine neue Proteinquelle sein. Hat er bereits Pferd gefressen oder reagiert individuell darauf, ist es nicht automatisch geeignet.

Ist getreidefreies Futter besser bei Juckreiz?

Nicht grundsätzlich. Getreidefreies Futter kann andere allergieauslösende Proteinquellen enthalten. Juckreiz wird außerdem häufig durch Ursachen verursacht, die nicht mit dem Futter zusammenhängen.

Können Omega-3-Fettsäuren helfen?

EPA und DHA können entzündliche Prozesse modulieren und bei bestimmten Hauterkrankungen unterstützend eingesetzt werden. Sie beseitigen jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache.

Kann ich meinem Hund einfach Lachsöl geben?

Eine Ergänzung sollte zur bereits enthaltenen Fettmenge und zum Energiebedarf passen. Eine zu hohe Dosierung kann Verdauungsprobleme und Gewichtszunahme fördern.

Helfen Biotin und Zink bei jedem Fellproblem?

Nein. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn eine Unterversorgung oder eine konkrete medizinische Indikation besteht. Ein vollständiges Futter enthält diese Nährstoffe normalerweise bereits.

Sind hydrolysierte Proteine automatisch allergenfrei?

Nein. Die Verträglichkeit hängt vom Ausgangsprotein, dem Hydrolysegrad, der Größe der verbleibenden Peptide und der gesamten Rezeptur ab.

Wie lange dauert es, bis sich die Haut bessert?

Das hängt von der Ursache ab. Entzündungen können sich innerhalb von Wochen verändern, während Fellwachstum und vollständige Hauterneuerung deutlich länger benötigen können.

Warum wird die Haut trotz Futterwechsel nicht besser?

Möglicherweise ist das Futter nicht die Hauptursache. Zusätzlich können Parasiten, Infektionen, Umweltallergien oder hormonelle Erkrankungen vorliegen.

Kann Stress Hautprobleme verursachen?

Stress kann Kratzen und Lecken verstärken. Er sollte jedoch nicht als Erklärung verwendet werden, bevor körperliche Ursachen untersucht wurden.

Sollte man den Hund bei Hautproblemen häufiger baden?

Das hängt von der Ursache und dem verwendeten Shampoo ab. Medizinische Waschbehandlungen können häufiges Baden erfordern. Ungeeignete Produkte können die Haut dagegen zusätzlich reizen.

Warum riecht die Haut meines Hundes unangenehm?

Auffälliger Geruch kann unter anderem durch bakterielle Infektionen, Hefepilze oder eine vermehrte Talgproduktion entstehen. Das sollte tierärztlich untersucht werden.

Muss ein Haut-und-Fell-Futter dauerhaft gefüttert werden?

Das hängt von der Ursache, der Zusammensetzung und dem langfristigen Ernährungsziel ab. Ist das Futter vollständig und für den Hund geeignet, kann es grundsätzlich längerfristig gefüttert werden.

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Fazit: Hautprobleme brauchen eine klare Ursache und ein passendes Konzept

Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Bausteine für die laufende Erneuerung von Haut und Fell. Besonders wichtig sind bedarfsgerechtes Protein, essenzielle Fettsäuren sowie eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen.

Für ein sinnvolles Vorgehen sollten Sie:

  • Hautveränderungen als Symptom und nicht als fertige Diagnose betrachten,
  • Parasiten, Infektionen, Allergien und hormonelle Ursachen berücksichtigen,
  • ein vollständiges und zum Hund passendes Futter auswählen,
  • Öle und Nahrungsergänzungen nicht unkontrolliert kombinieren,
  • eine Futtermittelallergie durch Ausschlussdiät und Provokation prüfen,
  • den Verlauf mit Fotos und einem Hauttagebuch dokumentieren,
  • starke oder wiederkehrende Beschwerden tierärztlich untersuchen lassen.

Hydrolysierte Proteine, Peptide, EPA, DHA und weitere funktionelle Nährstoffe können Bestandteile eines durchdachten Hautkonzepts sein. Sie ersetzen jedoch weder die Diagnose noch die Behandlung einer bestehenden Hauterkrankung.

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Orientierung bei Haut- und Fellproblemen

Ihr Hund kratzt sich häufig, leckt an den Pfoten, hat Schuppen oder wiederkehrende Ohrenprobleme? Im Lamers Ernährungs-Kompass helfen wir Ihnen dabei, Beobachtungen, mögliche Ursachen und sinnvolle nächste Schritte zu ordnen.

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Sie sind unsicher, ob Ihr Hund eine allgemeine Hautunterstützung, eine Ausschlussdiät oder eine gezielte Diätnahrung benötigt? Wir unterstützen Sie dabei, die bisherige Fütterung, Ihre Beobachtungen und vorhandene tierärztliche Empfehlungen sinnvoll zusammenzuführen.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei starkem oder anhaltendem Juckreiz, offenen oder entzündeten Hautstellen, auffälligem Hautgeruch, großflächigem Haarverlust, wiederkehrenden Ohrenentzündungen, Schmerzen, Schwäche, Gewichtsveränderungen, starkem Durchfall, häufigem Erbrechen, Schwellungen oder Atemproblemen sollte frühzeitig beziehungsweise im Notfall unverzüglich eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.

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